«Cyberangriffe auf Spitäler führen zu höherer Sterblichkeit»

Cybersicherheitsvorfälle sind zu einer Geissel für die Gesundheitsbranche geworden. Mitunter enden diese offenbar auch tödlich, wie eine aktuelle Umfrage aus den USA zeigt.

, 9. September 2022, 12:11
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Cyberangriffe enden tödlich oder verlängern den Spitalaufenthalt. | pxhere
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Bislang gibt es kaum öffentliche Behauptungen, dass Personen nach einem Cyberangriff gestorben seien. Bekannt ist, dass im Jahr 2020 eine Frau in den USA ein Spital verklagte, weil ihr neugeborenes Baby in der zeitlichen Folge einer Ransomware-Attacke gestorben war.
Doch vielleicht gibt es eine hohe Dunkelziffer, wie eine aktuelle Umfrage aus den USA andeutet. Die Denkfabrik «Ponemon Institute» mit Sitz in Washington hat über 640 IT- und Sicherheitsexperten aus mehr als 100 Gesundheits-Organisationen befragt. Demnach sagt jeder vierte Experte, dass Cyberangriffe zu einer erhöhten Patientensterblichkeit führen.

Schlechtere Versorgung

Das Problem ist aber nicht nur die höhere Patientensterblichkeit. Aus der Befragung geht weiter hervor, dass zwei Drittel der Befragten angaben, dass etwa Ransomware-Angriffe die Patientenversorgung stören. Und fast 60 Prozent stellten fest, dass Cyberattacken die Aufenthaltsdauer der Patienten verlängern und die Ressourcen belasten.
Cyberangriffe enden schliesslich nicht nur tödlich, stören die Patientenversorgung oder verlängern den Spitalaufenthalt, sondern können auch rasch viel Geld kosten. So ist aus den USA ein Ransomware-Fall mit Universal Health Services bekannt, der die Gesundheitsorganisation insgesamt umgerechnet rund 67 Millionen Franken gekostet haben soll.


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