Wegen Tarmed: Spital streicht Radiologie-Stellen

Das Zuger Kantonsspital erwartet, wegen des Tarmed-Eingriffs 1,7 Millionen weniger einzunehmen. Knapp die Hälfte davon entfällt auf die Radiologie.

, 2. Februar 2018, 10:34
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Der seit Jahresbeginn gültige Tarmed traf die Radiologie ja besonders stark; sowohl bei der Honorierung des ärztlichen Einsatzes als auch der technischen Leistung wurde der Rotstift angesetzt. Im Zuger Kantonsspital müssen nun vier Radiologiefachfrauen deswegen einen neue Stelle suchen.
Spitaldirektor Matthias Winistörfer bestätigte gegenüber der «Zuger Zeitung», dass vier Kündigungen in diesem Bereich ausgesprochen wurden. Das Zuger Kantonsspital erwartet durch den Tarifeingriff des Bundesrats ein Einnahmen-Minus von rund 1,7 Millionen Franken. «Alleine 800'000 Franken betreffen die Radiologie», so Winistörfer in der LZ. 
Ein Personalabbau sei immer das letzte Mittel – aber im aktuellen Fall gebe es keine Alternative. Qualitätseinbussen werde es trotz Personalkürzung keine geben: Nötig seien jetzt angepasste Abläufe. 
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