Was sich nun bei den Corona-Tests ändert

Neu gelten auch Antikörpertests für ein Corona-Zertifikat. Diese Tests kosten 80 bis 100 Franken. Dafür gibt es kein Zertifikat mehr nach Nasal-Schnelltests.

, 3. November 2021, 14:39
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In zwei Wochen lässt der Bundesrat Covid-Zertifikate auch für Personen zu, die mit einem aktuellen positiven Antikörpertest belegen können, dass sie genesen sind und genug Antikörper haben. Das Zertifikat für den Antikörpertest gilt nur in der Schweiz. In der EU werden solche Nachweise von den meisten Ländern derzeit nicht anerkannt.

In 110 Apotheken möglich

Die Tests können unter anderem in rund 110 Apotheken gemacht werden. Sie kosten je nach Apotheke 80 bis 100 Franken und sind 90 Tage gültig. Danach muss ein neuer Antikörpertest durchgeführt. Ist dieser weiterhin positiv, gibt es ein weiteres Zertifikat.
Mit dem Test kann eine allfällige Antikörperantwort nach einer vermuteten Infektion nachgewiesen werden, die nicht mittels PCR- oder Antigen-Schnelltest bestätigt worden ist, wie Pharmasuisse-Sprecher Yves Zenger gegenüber Medinside erklärt. Für den Test wird in der Apotheke Blut entnommen. Die Proben werden anschliessend per Post in ein Labor geschickt. Das Testresultat liegt in der Regel etwa nach drei Tagen vor.

Schluss mit Billig-Tests

Neu verbietet der Bundesrat die billigen Nasal-Tests, die bisher für ein Zertifikat reichten. Deren Qualität sei ungenügend. Zugelassen sind nur noch Antigen-Schnelltests mit einem Nasen-Rachen-Abstrich. Diese unangenehmeren, da tiefer reichenden Abstriche, sind zuverlässiger. Deshalb senken sie laut dem Bundesrat das Risiko, dass infizierte Personen aufgrund eines falsch negativen Testergebnisses ein Zertifikat erhalten.

Weniger Bundesgeld für Schnelltests

Die Anbieter von Schnelltests erhalten zudem nicht mehr so viel Geld vom Bund wie bisher. Statt 47 Franken dürfen sie maximal noch 36 Franken verrechnen. Und vor allem dürfen sie dem Bund nur maximal den Betrag verrechnen, den sie von den Kunden verlangen.
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