Spitalstandortinitiative: Berner Personalverbände warnen

Die drei grossen Personalverbände im bernischen Gesundheitswesen lehnen die Spitalstandortinitiative ab. Warum?

, 10. November 2016 um 09:27
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Der VSAO (Verband der Assistenz- und Oberärztinnen und – ärzte), der SBK (Berufsverband der Pflegefachleute) und die Gewerkschaft VPOD sagen Nein zur Spitalstandortinitiative. Dies geht aus einer gemeinsamen Mitteilung hervor. 
Das sind die Argumente dahinter:
  • Die Initiative sei gefährlich für die Qualität von Behandlung, Pflege und Betreuung der Patienten. Sie würde nur zu einer Verschlechterung der Arbeits- und Lohnbedingungen in allen öffentlichen Spitälern des Kantons führen. 
  • Die Initiative ziele lediglich auf einen Strukturerhalt von Spitälern im Kanton Bern ab. Die Folge sei eine teurere, aber nicht bessere Gesundheitsversorgung im Kanton Bern. 
  • Zudem schade die Initiative einer guten Grund- und Notfallversorgung im ganzen Kanton Bern und damit dem Service public, sagen die Verbände weiter. 

Aut Kosten des Personals

Es dürfe nicht sein, dass der Strukturerhalt auf Kosten des Personals erfolge. Da das Personal etwa 70 Prozent der operativen Kosten ausmache, würde am Ende zwangsläufig dort gespart, s das gemeinsame Communiqué.
Die Spitäler litten schon heute unter einem Fachkräftemangel. Strukturbereinigungen und damit höhere Fallzahlen ermöglichen laut den Organisationen eine bessere Arbeitsorganisation und den rationelleren Einsatz des knappen Fachpersonals.
Siehe auch: 
Spitalstandort-Initiative: Wer dafür und wer dagegen ist
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