UZH: Mit 3D-Ganzkörperscans gegen Diabetes & Co.

Mit 3D-Scannern will das Institut für Evolutionäre Medizin der Universität Zürich (UZH) Gesundheitsrisiken bei Menschen erkennen.

, 12. Oktober 2017, 08:43
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Statt den Body Mass Index (BMI) zu berechnen, soll eine Vermessung des Körpers Hinweise auf mögliche Gesundheitsrisiken liefern – von Herz-Kreislaufkrankheiten über Diabetes bis zu Erkrankungen des Bewegungsapparats. An solchen Methoden forscht das Institut für Evolutionäre Medizin an der Universität Zürich (UZH).
«Die Proportionen und die Form des Körpers als Ganzes sagen viel mehr aus als Grösse und Gewicht allein», erklärt Kaspar Staub, Leiter der Anthropometrie-Gruppe am Institut für Evolutionäre Medizin der UZH. 

Grösse, Bauchumfang, Oberschenkelvolumen...

Dabei tasten während der Vermessung Laser die Körperoberfläche einer Person ab: Innert Sekunden entsteht so ein detailliertes Abbild des Körpers, das aus mehreren Millionen Datenpunkten besteht.
Aus diesen Informationen filtert eine Software die Körpergrösse, den Bauchumfang, die Beinlänge, das Oberschenkelvolumen und Dutzende weitere Masse heraus. Hauptziel der Forschung: zu bestimmen, welche Parameter mit späteren gesundheitlichen Risiken verbunden sind.

Daten mit MRI abgleichen

Der nächste Schritte sei nun, gemeinsam mit Radiologen des Zürcher Unispitals (USZ) bei rund 200 Probanden die erhobenen Daten mit der tatsächlichen Verteilung von Fett- und Muskelgewebe im Körper durch MRI abzugleichen.
So soll sich zeigen, welche gemessenen Körpermasse am aussagekräftigsten sind. Ziel sei, dass sich zukünftig mit dem Scanner allein die Körperzusammensetzung zuverlässig abschätzen lasse.

  • Anthropometrie: Vom Scheitel bis zur Sohle, «UZH News».

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