USZ: Im Ops-Bereich ist jede siebte Stelle unbesetzt

Der Fachkräftemangel trifft selbst ein so privilegiertes Haus wie das Universitätsspital Zürich massiv.

, 26. Mai 2015, 12:20
image
  • pflege
  • arbeitswelt
  • spital
  • universitätsspital zürich
Es mangelt an Operations-Fachkräften, und das wird sich auch in den nächsten Jahren nicht ändern: Dies das Resultat einer Studie, die der Spitalverband H+ soeben veröffentlichte.
Im Blog des Universitätsspitals Zürich äussert sich nun Jacqueline Bender, Leiterin Pflegedienst, Anästhesie-Intensiv-OP, zur beschriebenen Mangelfrage: Was heisst das konkret?
Rund 15 Prozent der Stellen für diplomiertes OP-Fachpersonal sind am Zürcher Unispital derzeit nicht besetzt, so die Antwort der betroffenen Pflegedienst-Chefin.

Mit Temporärkräften überbrücken

Letztlich schlage sich hier eine Doppel-Belastung nieder, sagt Jacqueline Bender im Interview: Einerseits kletterte der Bedarf an Personal in den letzten Jahren – andererseits stiegen zugleich die Anforderungen an Knowhow und Flexibilität.
Immerhin müsse das Unispital kaum je wegen Personalmangels Patienten verschieben: «Die OP-Bereiche helfen sich auch gegenseitig aus und wir können mit temporär angestellten Mitarbeitenden überbrücken», so Jacqueline Bender.

«…damit alle pünktlich nach Hause können»

Für die Einzelnen sei die Belastung dann allerdings gross. «Unsere Möglichkeiten sind begrenzt, aber wir versuchen dennoch, unsere Mitarbeitenden maximal zu unterstützen. Das fängt schon mit einer guten Dienst- und OP-Planung an, damit alle pünktlich nach Hause gehen können.»

  • Zum ganzen Interview

Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Sauter: «Wir müssen grossräumiger denken»

Spitäler in den Randregionen brauchen eine neue Funktion. Das meint die neue Hplus-Präsidentin Regine Sauter.

image

Notfallmediziner erwarten Kollaps und schlagen schweizweit Alarm

Covid, Grippe und RSV: Die Notfallstationen sehen sich in diesem Winter mit Bedingungen konfrontiert, die sie an den Rand des Kollapses bringen könnten.

image

Luks: Das sind die neuen Chefärzte der Radiologie und Nuklearmedizin

Das Luzerner Kantonsspital organisiert die Abteilung Radiologie und Nuklearmedizin neu. Zu Chefärzten ernannt wurden Thomas Treumann und Andreas Falk.

image

Direktor Peter Hösly übergibt den Stab an Simone Weiss

Am Sanatorium Kilchberg kommt es zu einem Führungswechsel: Nach 16 Jahren gibt Peter Hösly seinen Chefposten an der Privatklinik für Psychiatrie ab.

image

Mehr Lohn für Spitalangestellte? Stimmt häufig nicht.

Es ist eine Augenwischerei: Die Spitäler behaupten, die Löhne zu erhöhen. Dabei gleichen viele nicht einmal die Teuerung aus.

image

Spitaldirektorin will in den Nationalrat

Franziska Föllmi-Heusi vom Spital Schwyz ist als Kandidatin für die Nationalratswahlen nominiert.

Vom gleichen Autor

image

Viktor 2022: Nominieren Sie jetzt!

Würdigen Sie aussergewöhnliche Leistungen im Gesundheitswesen 2022 und nominieren Sie bis Ende Januar Ihren persönlichen Favoriten.

image

Der ORBIS U Frame wird pilotiert

«Willkommen bei ORBIS» – seit vielen Jahren begrüsst ORBIS NICE seine Anwender mit diesen Worten. Als Marktführer im deutschsprachigen Raum hat ORBIS täglich viele tausend Nutzer aus allen Arbeitsbereichen eines Krankenhauses.

image

Effizienz im digitalen Zeitalter dank SHIP

Wenn sich Spitäler um Administratives kümmern, geht wertvolle Zeit verloren. Zeit, die für Patientinnen und Patienten fehlt. Das geht effizienter: SHIP vereinfacht das Schweizer Gesundheitswesen und stellt sicher, dass alle Beteiligten zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Informationen haben.