Universitätsspital Zürich: Neue Stiftung für neue Forschungsgelder

Eine neue «USZ Foundation» will Gelder für die praxisorientierte Forschung anziehen – aber auch zur Förderung des Nachwuchses. In der Stiftung engagieren sich bekannte Manager.

, 24. März 2017, 11:32
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«Topmanager sammeln fürs Zürcher Unispital»: Unter diesem Titel hatte der «Tages-Anzeiger» das Projekt heute publik gemacht. Es geht um eine unabhängige Stiftung, welche Forschungsgelder für das USZ beschaffen soll. Die «USZ Foundation», eingetragen im Dezember 2016, zielt dabei primär auf praxisorientierte Themen.
Laut einer nachgeschobenen Mitteilung des USZ sollen Patienten dank Ergebnissen aus den Stiftungsgeldern «schnell und direkt von neuen und verbesserten Behandlungsmethoden profitieren können». Im Tagi hatte USZ-Chef Gregor Zünd erwähnt, dass es in der heutigen Medizin stark darum gehe, den Patienten eine hohe Lebensqualität zu ermöglichen. Dafür brauche es mehr praxisorientierte Entwicklung – und diese koste Geld.
Das erste Projekt soll noch dieses Jahr angestossen werden. Als Beispiele für Forschungsfelder, die via USZ Foundation gefördert werden könnten, nannte Gregor Zünd die minimalinvasive Herzchirurgie und die Diagnostik.
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Internet-Auftritt der USZ Foundation
Konkret besagt der Stiftungszweck, dass die «Lehre, Forschung und Versorgung am Universitätspital Zürich (USZ) oder an Betrieben mit Mehrheitsbeteiligung des USZ» gefördert werden sollen. Weiter unterstütze man «die Weiterentwicklung von Technologien und Innovationen mit dem Ziel, den Patienten am USZ neue und verbesserte Behandlungsmethoden anbieten zu können.» Auch soll der medizinische Nachwuchs mit Stiftungsgeldern gefördert werden können.

Spenden nach Fachrichtungen

Die Idee sei vom USZ ausgegangen, sagte Spitaldirektor Zünd im «Tages-Anzeiger». «Wir spüren, dass sich Spender für bestimmte Medizingebiete interessieren» – sie möchten also beispielsweise Geld für die Augenheilkunde geben. Doch solche spezifischen Möglichkeiten bestehen derzeit nicht. Nun eröffnet sich die Möglichkeit, über die Foundation einer spezifischen Fachdisziplin eine Spende zukommen zu lassen.
Im Stiftungsrat engagieren sich diverse Topmanager. Geleitet wird das Gremium von Thomas Wellauer, Group Chief Operating Officer bei Swiss Re; zuvor war er unter anderem Chef der Winterthur Versicherungen und in der Konzernleitung von Credit Suisse gewesen.

«Breit abgestützt»

«Es war uns wichtig, dass der Stiftungsrat breit abgestützt ist mit Vertretern des USZ und Vertretern aus der Wirtschaft, die alle über ein breites Beziehungsnetz verfügen», sagt Wellauer. «Es freut uns sehr, dass wir von Beginn weg auf so kompetente Persönlichkeiten zählen können. Sie alle engagieren sich ehrenamtlich und als Privatpersonen.»
Ebenfalls im Stiftungsrat sitzen Bernhard Jucker, Europachef bei ABB; Sabine Keller-Busse von der UBS-Konzernleitung; oder Franziska Tschudi, Chefin der Med- und Elektrotech-Firma Wicor. Das USZ selber ist im Stiftungsrat vertreten durch Gregor Zünd als Vizepräsident, ferner durch Beatrice Amann-Vesti (Direktorin der Klinik für Angiologie), Matthias Guckenberger (Direktor der Klinik für Radio-Onkologie) sowie Finanzchef Hugo Keune.
Die Personen hinter der «USZ Foundation»Geschäftsführung:David Chaksad, Jurist, seit 2011 Generalsekretär des Spitalrates am USZ: Geschäftsführer.Claudia Joos, derzeit Bereichsleiterin Honorare und Drittmittel am USZ: Stellvertretende Geschäftsführerin. 
Stiftungsrat:

  • Thomas Wellauer, Group Chief Operating Officer bei Swiss Re; Präsident.
  • Gregor B. Zünd, Vorsitzender der Spitaldirektion und CEO des USZ; Vizepräsident
  • Beatrice Amann-Vesti, Direktorin der Klinik für Angiologie am USZ,
  • Matthias Guckenberger, Direktor der Klinik für Radio-Onkologie am USZ,
  • Bernhard Jucker, Member of the Group Executive Committee der ABB,
  • Sabine Keller-Busse, Mitglied der Konzernleitung der UBS,
  • Hugo Keune, Direktor Finanzen USZ,
  • Franziska Tschudi Sauber, CEO und Delegierte des Verwaltungsrats Wicor Holding,
  • Rolf Watter, Rechtsanwalt, Partner bei Bär & Karrer.

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