SAMW: Daniel Scheidegger wird Präsident

Der Basler Anästhesiologe übernimmt das Präsidium im November von Peter Meier-Abt.

, 26. Oktober 2016, 12:34
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Anfang November 2016 übernimmt Daniel Scheidegger das Präsidium der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften. Er folgt auf Peter Meier-Abt, der seit Mai 2011 SAMW-Präsident war.
Daniel Scheidegger ist seit 2005 Mitglied der SAMW und hat sich unter anderem in der Leitung der Arbeitsgruppe «Nachhaltige Medizin» profiliert. Er war von 1988 bis 2013 Vorsteher des Departements Anästhesie und Intensivmedizin am Kantonsspital Basel sowie Ordinarius für Anästhesiologie und Reanimation an der Universität Basel. 
Unter anderem wirkte er auch als Mitglied beziehungsweise Präsident des Fachorgans Hochspezialisierte Medizin bei der GDK und Mitglied des Schweizerischen Wissenschafts- und Innovationsrats.

Trends erkennen, Bestehendes hinterfragen

Scheidegger, geboren 1948, studierte Medizin an der Universität Basel. Seine Ausbildung zum Facharzt Innere Medizin (Kardiologie), zum Facharzt Anästhesiologie und Reanimation sowie zum Facharzt Intensivmedizin absolvierte er in Delémont, Basel, Genf und Boston. Im Jahr 1987 übernahm er die Leitung der chirurgischen Intensivstation am damaligen Kantonsspital in Basel und wurde im Jahre 1988 zum Vorsteher des Departements Anästhesie und operative Intensivmedizin am Unispital Basel gewählt.
Als zentrales Thema für die SAMW nennt Daniel Scheidegger die Früherkennung von Herausforderungen und Entwicklungen in der akademischen Medizin. Dabei stellt sich für ihn auch die Frage nach dem Verzicht: «Neues etablieren heisst auch, Bestehendes zu hinterfragen. Neue Ansätze und Möglichkeiten müssen dazu führen, auf bisherige, nicht mehr angemessene Leistungen zu verzichten. Das gilt sowohl für die Medizin als auch für die SAMW.»
Ebenfalls Anfang November kommt es im Generalsekretariat der SAMW zu einem Wechsel: Myriam Tapernoux übernimmt die Leitung des Ressorts Wissenschaft. Sie arbeitete zuvor als Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Schweizerischen Nationalfonds. 
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