Heikle Aussage: Rücktrittsforderung an Rolf Zehnder

Die Finanzkontrolle des Kantons Zürich will wissen, ob der Direktor des Kantonsspitals Winterthur (KSW) Kredite gesplittet hat. Dies, weil er so die Investitionslimite umgehen wollte.

, 25. April 2017, 08:29
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Vor dem Abstimmungskampf zur Privatisierung des Kantonsspitals Winterthur (KSW) sorgt eine Aussage von Spitaldirektor Rolf Zehnder für Zündstoff. Der «Neuen Zürcher Zeitung» sagte er vor kurzem, das KSW pflege Kredite unter die 3-Millionen-Grenze zu splitten, um so die Hürden des Kantonsrats zu umgehen.
Am Montag doppelte der KSW-Spitaldirektor mit ähnlichen Aussagen im «Tages-Anzeiger» (Print) nach. Die Interviews von NZZ und Tagi wurden zeitgleich gemacht, erschienen aber im Abstand von zwei Wochen.

«Rolf Zehnder soll zurücktreten»

In einer gemeinsamen Erklärung forderten die Kantonsratsfraktionen von AL, SP und Grünen den Spitalrat nun auf, Zehnder per sofort zu entlassen.
Er verhöhne den Kantonsrat und die demokratischen Regeln, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Finanzkontrolle rügt und prüft 

Für Ärger sorgten Zehnders Aussagen offenbar aber auch bei Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger, bei der Finanzkontrolle des Kantons und bei der Finanzkommission. Dies berichtet die «Zürichsee-Zeitung».
Die kantonale Finanzkontrolle wolle noch genauer wissen, was es «mit der Umgehung der demokratischen Kontrolle» am KSW auf sich habe, wird Martin Billeter, Chef der Finanzkontrolle, in der «ZSZ» zitiert. 

Was der Spitalrat dazu sagt

Nach einer Aufforderung von Thomas Heiniger hat Spitalratspräsident Franz Studer Zehnders Aussagen relativiert, schreibt die «Zürichsee-Zeitung» weiter. 
Der Spitaldirektor habe mit seinen «pointierten Aussagen» lediglich darauf hinweisen wollen, in welch engem Korsett sich das KSW als selbständige öffentlichrechtliche Anstalt noch immer bewege.
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