René Prêtre: «Bei einem anderen Arzt als bei mir hätte er überlebt»

Nach Thierry Carrel hat auch Herzspezialist René Prêtre ein autobiographisches Buch geschrieben.

, 6. Oktober 2016 um 07:47
image
Der Herzchirurg und Kinderarzt René Prêtre hat in 25 Jahren über 6'000 Kinder behandelt oder operiert. Jetzt hat er über die wichtigsten Stationen seiner medizinischen Laufbahn ein Erinnerungswerk verfasst.
Im Buch «Et au centre bat le cœur - Chroniques d’un chirurgien cardiaque pédiatrique» (zu deutsch etwa: «Und im Zentrum schlägt das Herz – Geschichten eines Kinderherzchirugen») erzählt der Leiter der Herzchirurgie-Abteilung des CHUV über seine Erfolge – aber auch über seine Misserfolge. 

«Ein grosser Fehler»

So erzählt er laut einem Interview auf RTS von einem Jungen, dessen Leben er in einer OP nicht retten konnte. «Wenn jemand anders als ich an diesem Tag operiert hätte, würde er heute noch leben», so Prêtre. 
Diesen Fall habe ihn lange verfolgt. «Jedes Jahr denke ich an den verhängnisvollen Tag zurück», sagt der ehemalige Chefarzt der Kinderherzchirurgie am Kinderspital Zürich.  

Thierry Carrel: «Von Herzen»

René Prêtre ist nicht der einzige «Herzpromi», der ein Buch über sein Leben geschrieben hat. Vor fast genau einem Jahr erschien von Thierry Carrel das Buch «Thierry Carrel – von Herzen: Der Herzchirurg. Die Operation. Die Patienten».
Darin erzählt der Klinikdirektor der Universitätsklinik für Herz- und Gefässchirurgie am Berner Inselspital, was ihn als Herzchirurg und als Mensch bewegt, was ihn anspornt und was ihm widerstrebt.
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Die Liste: Operationen, die für schwangere Chirurginnen unbedenklich sind

In Deutschland hat die Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie eine «Positivliste« veröffentlicht.

image

Urteil: Wer den Doktor fälscht, kann auch nicht seriös als Ärztin arbeiten

Beim «Dr. med.» meint es das Zürcher Verwaltungsgericht ernst: Es untersagt einer Ärztin wegen Falschangaben die eigenverantwortliche Berufsausübung.

image

Neue Chefärztin für die Psychiatrie St. Gallen

Regula Meinherz ist nun die medizinische Leiterin der Psychiatrie St.Gallen in Pfäfers.

image

Auf diesem Kindernotfall werden auch die Eltern betreut

Am Universitäts-Kinderspital beider Basel sorgt ein neuer Dienst dafür, dass bei den Eltern kein Stress oder Frust aufkommt.

image

Gebühren für Bewilligungen: Der Preisüberwacher greift ein

Bei den Lizenzen für Medizinal- und Gesundheitsberufe herrscht Intransparenz. Sogar der Verdacht auf Abzockerei drängt sich auf.

image

«Der Regulierungswahn zerstört die Qualität der jungen Chirurgengeneration»

Es hat sich viel Frust aufgestaut bei den Chirurgie-Assistenten. Ein junger Arzt gibt Einblick in seinen Alltag.

Vom gleichen Autor

image

Arzthaftung: Bundesgericht weist Millionenklage einer Patientin ab

Bei einer Patientin traten nach einer Darmspiegelung unerwartet schwere Komplikationen auf. Das Bundesgericht stellt nun klar: Die Ärztin aus dem Kanton Aargau kann sich auf die «hypothetische Einwilligung» der Patientin berufen.

image

Studie zeigt geringen Einfluss von Wettbewerb auf chirurgische Ergebnisse

Neue Studie aus den USA wirft Fragen auf: Wettbewerb allein garantiert keine besseren Operationsergebnisse.

image

Warum im Medizinstudium viel Empathie verloren geht

Während der Ausbildung nimmt das Einfühlungsvermögen von angehenden Ärztinnen und Ärzten tendenziell ab: Das besagt eine neue Studie.