Öffentliche Spitäler schreiben tiefrote Zahlen

Die St. Galler Spitäler schrieben im Vorjahr ein Minus von 20 Millionen Franken. Für 2020 wird gar mit einem Fehlbetrag von 35 Millionen budgetiert.

, 17. Februar 2020 um 09:59
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Die öffentlichen Spitäler im Kanton St. Gallen befinden sich in einer immer grösserer Schieflage. Wie bereits angekündet schrieben sie im zu Ende gegangenen Geschäftsjahr tiefrote Zahlen: Das Defizit betrug 20,3 Millionen Franken. Das waren über 16 Millionen mehr als noch 2018, als der Verlust auch schon 4 Millionen Franken betragen hatte. 
Alle vier in den Verbunden zusammengefassten Unterregionen schrieben rote Zahlen, wie folgende Auflistung aus dem am Montag publizierten Bericht verdeutlicht.
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Fehlbetrag wächst weiter

Und auch der Blick in die Zukunft verheisst nichts Gutes: Für das Jahr 2020 budgetieren die Spitalverbunde mit einem Minus von 35 Millionen Franken. Der Verwaltungsrat drängt deshalb auf die vom Kanton vorgesehenen - umstrittenen - Massnahmen, die auch Spitalschliessungen beinhalten. 
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