Takeda investiert 200 Millionen Franken in seinen Schweizer Standort

Das globale Pharmaunternehmen mit japanischen Wurzeln investiert in seinen Neuenburger Produktionsstandort und schafft 40 neue Arbeitsplätze.

, 16. Juni 2022, 07:49
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Takeda Pharmaceutical Company Limited, kurz Takeda, baut seinen biotechnologischen Produktionsstandort in Neuenburg aus. Dabei werden 200 Millionen Franken in eine neue Abfüllanlage und in die Erweiterung einer bestehenden Anlage investiert. Mit der gesteigerten Produktionskapazität will der Konzern mehr Patienten mit Medikamenten versorgen. 
Für den Ausbau der Kapazitäten will Takeda überwiegend mit Partnern aus der Region Neuenburg zusammenarbeiten. Des Weiteren sollen rund 40 neue Stellen am Produktionsstandort Neuenburg entstehen.

Spatenstich mit Politikern 

An der Spatenstich-Zeremonie für die neue Abfüllanlage und die Erweiterung einer bestehenden Anlage trafen Gäste aus dem Kanton und der Stadt Neuenburg sowie aus anderen Teilen der Schweiz ein. Grussbotschaften erteilten der Neuenburger Regierungsrat Alain Ribaux, die Stadträtin Violaine Blétry-de Montmollin, Botschafter Eric Jakob als Leiter Direktion Standortförderung im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) sowie Mio Maeda, Minister der japanischen Botschaft in der Schweiz.

Produkte aus Neuenburg für die Welt

Seit über 25 Jahren konzentriert sich der Standort Neuenburg auf die Produktion von Arzneimitteln zur Behandlung von Patienten mit seltenen Krankheiten wie Blutgerinnungsstörungen und die sogenannte Bluterkrankheit, Hämophilie. 
Den biopharmazeutischen Produktionsstandort in Neuenburg hat Takeda vor drei Jahren im Zusammenhang mit der Acquisition von Shire übernommen. Die 13'000 Quadratmeter grosse Produktionsstätte oberhalb der Stadt Neuenburg läuft 24 Stunden und sieben Tage in der Woche. Rund 700 Mitarbeitende aus 22 Nationen ermöglichen, dass Neuenburg über 70 Länder mit lebensverbessernden Medikamenten beliefern kann. Der Standort wurde 2021 und 2022 als Top Arbeitgeber Schweiz ausgezeichnet.

Kohlenstoffneutraler Standort 

Takeda ist seit 2020 in seiner globalen Wertschöpfungskette kohlenstoffneutral. Bis spätestens 2035 wird an allen Standorten daran gearbeitet, die Emissionen auf Netto-Null zu senken. Gegenwärtig bezieht Takeda in Neuenburg zu 100 Prozent erneuerbare Elektrizität und optimiert die Wärme- und Wasser-Rückgewinnung seiner Anlagen.
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