Moncucco mit kleinem Betriebsgewinn

Die Moncucco Clinic Luganese verzeichnete 2019 mit ihren rund 200 Betten leicht weniger stationäre und deutlich mehr ambulante Patienten.

, 30. April 2020, 19:08
image
  • spital
  • klinik moncucco
Die Moncucco Clinic Luganese hat schweizweit Berühmtheit erlangt: Sie ist neben La Carità in Locarno die zweite Institution im Tessin, die sich ausschliesslich auf Covid-19-Patienten ausgerichtet hat. Alle sonstigen Patientengruppen wurden auf andere Spitäler verteilt.
Zudem verzeichnete sie den ersten Corona-Toten in der Schweiz – ein 70-jähriger Mann, der am 25. Februar positiv auf das Corona-Virus getestet worden war. Er soll sich in der Gegend von Mailand angesteckt haben.

Ebitmarge: 5,8 Prozent

Am Donnerstag hat nun die Klinik ihren Jahresbericht 2019 veröffentlicht. Analog dem allgemeinen Trend registrierte sie im Vorjahresvergleich leicht weniger stationäre und deutlich mehr ambulante Patienten. Die Zahl der stationären Patienten reduzierte sich um 0,8 Prozent auf 7590; die Zahl der ambulanten erhöhte sich um 12 Prozent auf 22628 Personen.
Das Ebit beträgt 6,7 Millionen. Bei einem Umsatz von 116 Millionen ergibt das eine Marge von 5,8 Prozent. Der Case-Mix-Index beträgt 1,116.

Christlicher Hintergrund

Die Klinik Moncucco, die heuer ihr 120-Jahr-Jubiläum feiert – hat ähnlich wie das Claraspital in Basel einen christlichen Ursprung, der heute noch gelebt wird. Das äussert sich beim Moncucco etwa darin, dass im Verwaltungsrat Don Claudio Mottini durch einen anderen Priester, Don Nicola Zanini, ersetzt wurde. So schreibt Spitaldirektor Christian Camponovo in der Medienmitteilung: «Die Anwesenheit von Don Zanini wird besonders wichtig sein, um die Wurzeln am Leben zu erhalten, aus denen die Klinik gegründet wurde.»
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Spital korrigiert falsche Aussagen zu Chefarzt-Kündigung

Ist der Chefarzt Gregor Lindner nun krank oder nicht? Die Pressestelle des Bürgerspitals Solothurn zieht plötzlich Aussagen zu dessen Kündigung zurück.

image

Sauter: «Wir müssen grossräumiger denken»

Spitäler in den Randregionen brauchen eine neue Funktion. Das meint die neue Hplus-Präsidentin Regine Sauter.

image

Notfallmediziner erwarten Kollaps und schlagen schweizweit Alarm

Covid, Grippe und RSV: Die Notfallstationen sehen sich in diesem Winter mit Bedingungen konfrontiert, die sie an den Rand des Kollapses bringen könnten.

image

Direktor Peter Hösly übergibt den Stab an Simone Weiss

Am Sanatorium Kilchberg kommt es zu einem Führungswechsel: Nach 16 Jahren gibt Peter Hösly seinen Chefposten an der Privatklinik für Psychiatrie ab.

image

Spitaldirektorin will in den Nationalrat

Franziska Föllmi-Heusi vom Spital Schwyz ist als Kandidatin für die Nationalratswahlen nominiert.

image

Eklat am Unispital Zürich: Das sagt der Spitalrat zu den Vorwürfen im Fall Clavien

Der Star-Chirurg Pierre-Alain Clavien fühlt sich vom USZ rausgeschmissen. Nun reagiert André Zemp, Spitalratspräsident, auf dessen Vorwürfe.

Vom gleichen Autor

image

26 neue Betten für Psychischkranke

Die Psychiatrische Klinik Hohenegg in Meilen kann neu auch Allgemeinversicherte stationär behandeln. Die neue Station mit 26 Betten ist offiziell eröffnet worden.

image

Philipp Schütz gewinnt den Theodor-Naegeli-Preis 2022

Der mit 100'000 Franken dotierte Theodor-Naegeli-Preis 2022 geht an Philipp Schütz, Chefarzt Allgemeine Innere und Notfallmedizin am Kantonsspital Aarau.

image

Meineimpfungen.ch: Daten wurden nie gelöscht

Der Eidgenössische Datenschützer hat sein Löschgesuch bei «Meineimpfungen.ch» zurückgezogen. Nun liegen die Daten im Kanton Aargau, bei der dortigen EPD-Stammgemeinschaft.