Kantonsspital entlässt Chirurg nach privaten Äusserungen

Nach «Posts in den sozialen Medien» löst das Kantonsspital Uri den Zusammenarbeitsvertrag mit einem Neurochirurgen auf.

, 19. März 2021 um 06:54
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Das Kantonsspital Uri (KSU) trennt sich von einem Belegarzt der Wirbelsäulen- und Neurochirurgie. Die Spitalführung habe entschieden, die seit neun Jahren dauernde Zusammenarbeit mit dem Arzt nicht weiterzuführen, teilt das Spital mit.  
Als Grund nennt das KSU «Kontroversen um verschiedene Posts in den sozialen Medien». Um was es dabei konkret geht, lässt das Kantonsspital unter Nennung seines Namens aber offen. Die Basis für eine gemeinsame Zusammenarbeit sei nicht mehr gegeben, steht in der Mitteilung zu lesen. 
Das Kantonsspital Uri stellt allerdings klar, dass die fachliche Arbeit des Chirurgen stets geschätzt wurde und diesbezüglich kein Zusammenhang mit der Vertragsauflösung bestehe. Der Arzt, der sich hin und wieder kritisch rund um das Thema Corona äussert, geniesst in der Branche den Ruf eines fähigen Neurochirurgen.  

Suche nach Ersatz läuft

Am Angebot der Wirbelsäulen- und Neurochirurgie will das KSU laut Mitteilung festhalten. Weil der Vertrag erst per Ende Jahr mit dem selbständigen Arzt gekündigt wurde, sei auch sichergestellt, dass die laufenden Behandlungen und Therapien abgeschlossen werden könnten. 
Dem Vernehmen nach ist das Spital allerdings gleichzeitig nicht abgeneigt, den Vertrag mit ihm auch früher vor Ablauf der Kündigungsfrist aufzulösen. Man sei mit externen Partnern auf der Suche nach einem Ersatzangebot, heisst es diesbezüglich. 
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