Hirslanden und Kantonsspital planen Neubau

Das Kantonsspital Baselland und die private Hirslanden-Gruppe bauen gemeinsam ein Zentrum für ambulante Operationen.

, 26. Februar 2021, 08:43
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Im Kanton Baselland soll auf dem Areal des Spitalstandortes Bruderholz ein ambulantes OP-Zentrum entstehen. Der Neubau geht auf eine Kooperation zwischen der Hirslanden-Klinik Birshof und dem Kantonsspital Baselland (KSBL) zurück. Seit Ende 2019 arbeiten die beiden Spitäler im Bereich des Bewegungsapparates zusammen. 
Mit dem neuen Gebäude begegnen die beiden Partner laut Mitteilung dem Trend von der stationären zur ambulanten Gesundheitsversorgung. Das Angebotsspektrum des Zentrums mit dem Namen «Opera Baselland» werde nebst der Orthopädie auch für «andere chirurgische Disziplinen» geöffnet, heisst es. 

Noch wenig Details bekannt

Weiter ist in der Mitteilung zu lesen, dass «dank modularer Bauweise der Bau im Bedarfsfall schnell, wirtschaftlich und nachhaltig» erweitert werden könne – «den Trend zur Ambulantisierung antizipierend.» Konkrete Details zum Projekt  – wie Zeitplan, Rechtsform oder Angaben zu den Investitionen – werden allerdings keine genannt. 
Dafür enthält das Communiqué viele lobende Worte von Hirslanden-CEO Daniel Liedtke und von KSBL-Verwaltungsratspräsidentin Madeleine Stöckli. Es fallen Bezeichnungen wie «grosser Mehrwert» über «hochqualitatives Umfeld» bis hin zu «Qualitätsführerschaft».
Auf Anfrage von Medinside nennt Claudia Morach von Hirslanden «frühestens» das 1. Quartal 2023 als Eröffnung für das neue Gebäude. Das genaue Datum sei abhängig von der «baulichen Machbarkeitsprüfung sowie vom Projektfortschritt.» Weitere Details wie die Fläche oder die Anzahl Stockwerke werden gemäss Hirslanden in den kommenden Monaten definiert.  

Nationalrätin kritisiert Vorhaben

Nicht alle sind mit dem geplanten Neubau vor den Toren der Stadt Basel zufrieden. Nebst Lob kritisiert etwa Sarah Wyss «die Überkapazitäten, welche mit Opera geschaffen würden». Die Basler Nationalrätin und kantonale Präsidentin der Gesundheitskommission schreibt dazu auf Twitter: «Überkapazitäten sind nicht nur gesundheitspolitischer Schwachsinn, sondern kosten die KK-Prämienzahlenden und Steuerzahlenden – und fördern die Gesundheit nicht – im Gegenteil.»

Andere Pläne für das Bruderholzspital

Nicht Teil der neuen Opera-Tagesklinik ist den Verantwortlichen zufolge eine Umnutzung des bestehenden Bruderholzspitals. Über dessen Ausrichtung wird seit Jahren diskutiert: Das Kantonsspital Baselland will den Standort nach der geplatzten Fusion mit dem Basler Unispital (USB) vor zwei Jahren weiter entwickeln: Der aktuelle Plan legt den Fokus auf Orthopädie, Reha, Altersmedizin, Schmerztherapie und 24-Stunden-Notfall.
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