Auch die Hebammen arbeiten an einer «Weniger-ist-mehr»-Liste

Der Hebammen-Verband will gegen medizinische Über- und Fehlversorgung vorgehen. Der Berufsverband schliesst sich deshalb der Bewegung «Choosing Wisely» von Smarter Medicine an.

, 11. März 2022, 14:03
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In der Schweiz, sagen viele, würden immer mehr Behandlungen und Abklärungen durchgeführt, welche den Patientinnen und Patienten mehr schaden als nützen. Dieser Meinung ist auch der Schweizerische Hebammen-Verband. Weil der Trägerverein Smarter Medicine gegen diesen Missstand kämpft, schliesst sich auch der Berufsverband der Hebammen nun diesem wachsenden Netzwerk an. 
Kernstück von «Choosing Wisely» von Smarter Medicine sind sogenannte «Top-5-Listen» aus allen medizinischen Fachdisziplinen. Auf denen sind je fünf Behandlungen zu finden, die in der Regel keinen Nutzen bringen. Mehr noch: Diese Tätigkeiten sind mit Risiken verbunden, die potenziell grösser sind als deren Nutzen für die Patientinnen und Patienten, weshalb auf eine solche besser verzichtet oder zumindest kritisch geprüft werden soll.
Inzwischen haben medizinische Fachgesellschaften und andere Organisationen in der Schweiz 19 solche auf Evidenz basierten Listen veröffentlicht (mehr hier), rund 20 weitere sind in Entstehung. Auch der Schweizerische Hebammen-Verband arbeitet gemäss Mitteilung zurzeit an einer Liste auf dieser dann fünf unnötige Behandlungen veröffentlicht werden sollen.
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