Freiburger Schlafmediziner erhält hoch dotierten Forschungspreis

Biopsychologe Björn Rasch von der Universität Freiburg bekommt von der EU eines der höchsten Stipendien Europas.

, 3. Dezember 2015, 08:26
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Der Europäische Forschungsrat (ERC) gewährt dem Kognitions- und Biopsychologen Björn Rasch den «Starting Grant». Dieser ist laut der Mitteilung der Uni Freiburg mit rund 1.6 Millionen Franken dotiert.
Björn Rasch von der Universität Freiburg setzt die finanziellen Mittel für die Grundlagenforschung im Bereich Schlaf ein: Er will herausfinden, wie vor dem Schlaf aktivierte psychologische Konzepte den objektiv messbaren Schlaf beeinflussen können.

Besser schlafen ohne Medikamente

Dabei möchte der 40-jährige Professor vor allem den für Gesundheit und mentale Erholung wichtigen Tiefschlaf verlängern. Der neue Ansatz soll zudem Hilfe bringen für Menschen mit stressbedingten Schlafstörungen. Auch alte Menschen könnten so ohne Medikamente erholsameren Schlaf finden.
Mit der Förderung finanziert der ERC das Forschungsprojekt «Longing for a good night’s sleep: A memory-based mechanism to improve sleep and cognitive functioning (Acronym: MemoSleep)» für fünf Jahre. Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 2'920 Antragsteller auf einen ERC «Starting Grant» beworben.
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