Coronavirus: In der Schweiz werden Veranstaltungen verboten

Keine Fasnacht, keine Zuschauer bei Fussballspielen, keine Konzerte: Der Bund verbietet Anlässe mit über 1000 Besucher.

, 28. Februar 2020 um 09:32
image
Zwar traten bisher erst wenige Fälle in der Schweiz auf. Gleichwohl greift der Bundesrat nun zu einschneidenden Massnahmen. An einer Sondersitzung hat er heute beschlossen: Öffentliche und private Veranstaltungen in der Schweiz, an denen sich gleichzeitig mehr als 1000 Personen aufhalten, werden verboten. Dieses Veranstaltungsverbot gilt ab sofort bis mindestens bis zum 15. März. Für den Vollzug und die Kontrolle sind die Kantone zuständig.
Für Veranstaltungen, an denen weniger als 1000 Personen teilnehmen, «müssen die Veranstalter zusammen mit der zuständigen kantonalen Behörde eine Risikoabwägung vornehmen, ob sie die Veranstaltung durchführen können oder nicht.»

Das Epidemiegesetz macht Massnahmen möglich

Die Massnahmen wurde gestützt auf das Epidemiegesetz in der neu geschaffenen Verordnung über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19) festgehalten.
Der Bundesrat schreibt, er seit sich bewusst, dass diese Massnahme weitreichende Auswirkungen für die Bevölkerung der Schweiz hat. Er verspreche sich davon aber einen wirksamen Schutz für die Menschen im Land und für die öffentliche Gesundheit. Durch die Massnahme solle die Verbreitung des Coronavirus in der Schweiz eingedämmt werden.
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Zuger Kantonsspital mit Jahresgewinn

Die Zahl der stationären Patienten blieb im letzten Jahr praktisch unverändert.

image

Vorwürfe an die Insel-Leitung: Mangelhafte Qualitätskontrolle

Neue Vorwürfe an Schnegg, Pulver und Jocham: Sie hätten nichts dagegen unternommen, dass Insel-Patienten ein hohes Infektionsrisiko haben.

image

Neue Tarife für Psychiatrie-Kliniken

Psychiatrische Kliniken können künftig neben den Fallpauschalen weitere Leistungen separat verrechnen.

image

Nun müssen Spitäler besser werden

Erstmals haben die Spitäler und Krankenkassen einen Vertrag über die Qualität ihrer Arbeit abgeschlossen.

image

Die Insel ist das schnellste Spital der Schweiz

Zum 9. Mal verteidigte die Insel ihren Titel, die fittesten Angestellten zu haben: Sie gewann die Firmentrophy am Berner Stadtlauf.

image

Studie: Hohe Burnoutgefahr bei Notärzten

Knapp 60 Prozent weisen mindestens ein Burnout-Kriterium auf, über 10 Prozent hatten bereits Suizidgedanken.

Vom gleichen Autor

image

Covid-19 ist auch für das DRG-System eine Herausforderung

Die Fallpauschalen wurden für die Vergütung von Covid-19-Behandlungen adaptiert. Dieses Fazit zieht der Direktor eines Unispitals.

image

Ein Vogel verzögert Unispital-Neubau

Ein vom Aussterben bedrohter Wanderfalke nistet im künftigen Zürcher Kispi. Auch sonst sieht sich das Spital als Bauherrin mit speziellen Herausforderungen konfrontiert.

image

Preisdeckel für lukrative Spitalbehandlungen?

Das DRG-Modell setzt Fehlanreize, die zu Mengenausweitungen führen. Der Bund will deshalb eine gedeckelte Grundpauschale - für den Direktor des Unispitals Basel ist das der völlig falsche Weg.