Berit-Klinik soll die Alkohol-Therapie übernehmen

Die Alkoholkurzzeittherapie PSA bleibt wohl im Spital Wattwil. Denn eine Verschiebung ans Spital Linth sei kaum rechtzeitig umsetzbar.

, 12. November 2021 um 08:00
image
  • spital wattwil
  • berit klinik
  • spital linth
  • spital

Die Spitalregion Fürstenland Toggenburg (SRFT) hat entschieden, auf die weitere Prüfung alternativer Standorte für die Alkoholkurzzeittherapie am Spital Wattwil zu verzichten. Der Verwaltungsrat unterstützt die Übernahme durch die Berit-Klinik und will die Therapie in der Psychosomatischen Abteilung (PSA) am Spitalstandort Wattwil per 1. April 2022 an die Berit-Klinik übergeben. Auf die Beantragung eines entsprechenden Leistungsauftrages wird verzichtet, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. 
Prüfungen hätten ergeben, dass eine Verschiebung der PSA ans Spital Linth kaum rechtzeitig umsetzbar, eine Verlagerung ans Spital Wil hingegen möglich wäre.  Die 4-wöchige Alkoholkurzzeittherapie am Spital Wattwil bietet seit über 30 Jahren Menschen mit Alkoholproblemen eine Therapiemöglichkeit.

Modalitäten der Übergabe werden geklärt

In der Zwischenzeit hat die Berit-Klinik im Zuge der Konkretisierung der Nachfolgelösung der Gemeinde Wattwil, verbunden mit ihrer Absicht das entsprechende Notfallzentrum zu betreiben, auch ihr Interesse an einer Übernahme der Alkoholkurzzeittherapie zur Weiterführung am Standort Wattwil bekannt gegeben.  
Die Berit-Klinik hat bei der Regierung einen entsprechenden Antrag auf Erteilen des Leistungsauftrages eingereicht, wie in der Mitteilung zu lesen steht. In den kommenden Wochen werden nun die Modalitäten der Übergabe mit der Berit-Klinik geklärt.

Berit-Klinik wartet auf eine Betriebsbewilligung

Das Spital Wattwil wird per Ende März 2022 geschlossen. Künftig will die Berit-Gruppe ein medizinisches Zentrum mit Tagesklinik für ambulante Orthopädie und Chirurgie sowie eine Notfallstation betreiben. Ausserdem sollen Fachärzte, ein Hausarzt und weitere Leistungserbringer medizinische Dienste anbieten. 
Der Kanton hat den Plänen noch nicht zugestimmt, die Berit-Gruppe wartet weiter auf eine Betriebsbewilligung. Zudem müssen noch die Stimmberechtigten der Rückübernahme des Spitals durch die Gemeinde Wattwil für 9.5 Millionen Franken zustimmen.
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Spital Wetzikon: Petition für «euses Spital»

Im Zürcher Oberland engagieren sich viele für ihr Spital Wetzikon. Innert 24 Stunden kamen über 15'000 Unterschriften zusammen.

image

Daler Spital: 17 Jahre ohne Defizit

Der Stiftungsrat des Freiburger Spitals erklärt dies vor allem mit dem Kostenmanagement – also einem «respektvollen Umgang mit den öffentlichen Geldern».

image

Spitalkrise? Thurmed bezahlt sogar Dividenden

Die Thurgauer Kantonsspital-Gruppe durchlebt zwar ebenfalls ein schwierige Zeit. Sie kann aber immer noch einen namhaften Gewinn vermelden.

image

Spitalverband Limmattal: Eine solide Marge genügt auch nicht

Im letzten Jahr erzielte das «Limmi» eine der besten Ebitda-Margen im Land. Und doch setzte es am Ende einen Verlust.

image

Jan Wiegand ist CEO der Lindenhofgruppe

Jan Wiegand war seit Mitte November 2023 interimistisch CEO der Lindenhofgruppe. Anfang Mai wurde er durch den Verwaltungsrat offiziell als CEO gewählt.

image

GZO Spital Wetzikon: Schon redet man von «alternativen Nutzungen» 

Der Neubau ist zu fast drei Vierteln fertig – nun sprang der Generalunternehmer Steiner AG ab. Wie also weiter?

Vom gleichen Autor

image

Arzthaftung: Bundesgericht weist Millionenklage einer Patientin ab

Bei einer Patientin traten nach einer Darmspiegelung unerwartet schwere Komplikationen auf. Das Bundesgericht stellt nun klar: Die Ärztin aus dem Kanton Aargau kann sich auf die «hypothetische Einwilligung» der Patientin berufen.

image

Studie zeigt geringen Einfluss von Wettbewerb auf chirurgische Ergebnisse

Neue Studie aus den USA wirft Fragen auf: Wettbewerb allein garantiert keine besseren Operationsergebnisse.

image

Warum im Medizinstudium viel Empathie verloren geht

Während der Ausbildung nimmt das Einfühlungsvermögen von angehenden Ärztinnen und Ärzten tendenziell ab: Das besagt eine neue Studie.