Das Schweizer Unternehmen
Balzano Informatik startet in Zusammenarbeit mit der ETH und der Universitätsklinik Balgrist eine Testphase mit «ScanDiags». Dies schreibt die Partnerfirma Microsoft
in einem aktuellen Blogbeitrag. «ScanDiags» ist eine Lösung für die MRI-Analyse. Es basiert auf künstlicher Intelligenz (AI) und baut auf der Microsoft-Cloud Azure auf. Das System verspricht, innerhalb von Minuten einen Bericht zu erstellen – mit Interpretation und Diagnose.
Uniklinik Balgrist: «Erhöht diagnostische Qualität»
Eine AI-basierte Lösung wie «ScanDiags» verbessere exponentiell den wichtigen Wissenstausch zwischen Radiologen, wird Christian Pfirrmann im Beitrag zitiert, der Leiter Radiologie an der
Uniklinik Balgrist.
Das sei für die Patienten entscheidend, da es Pfirrmann zufolge die diagnostische Qualität erhöht. Gleichzeitig reduziere die Optimierung dieses Prozesses die Gesamtkosten der Gesundheitversorgung erheblich.
«ScanDiags» verringert Diagnosezeit
Das Ziel von «ScanDiags» sei es, Ärzten eine Zweitmeinung zu liefern. Es soll zudem helfen, Fehlerdiagnosen zu verringern. Laut den Entwicklern verringert «ScanDiags» die Diagnosezeit um 20 Prozent pro Patient.
Meniskusriss im Fokus
2015 wurden laut Balzano Informatik
in der Schweiz rund 575’000 MRI-Untersuchungen mittels 181 MRI-Maschinen durchgeführt. Die Geräte verteilen sich auf 288 Spitäler und Spezialkliniken. Über 20 Prozent der in der Schweiz durchgeführten MRI-Untersuchungen betreffen Gelenke, hauptsächlich das Knie. «ScanDiags» will sich zu Beginn mit der Prozessautomatisierung der häufigsten Knieverletzungen befassen: dem Meniskusriss.