Zürich: Kinderspital steht der Rad-WM nicht mehr im Weg

Das Kispi ist zufrieden mit den Organisatoren der Rad-Weltmeisterschaften. Es zieht seine Einsprache zurück.

, 6. Oktober 2023 um 16:11
image
Bild: Rob Wingate on Unsplash
Fast drohten die Rad- und Para-Cycling-Weltmeisterschaften 2024 am Widerstand des Zürcher Kinderspitals und weiteren Betroffenen zu scheitern.
Nächsten September werden wegen des Grossanlasses während neun Tagen viele Strassen gesperrt – darunter auch die Zufahrt zum Kispi.
Bereits im Februar sagte Martin Vollenwyder, Präsident des Kinderspitals, dass die Sperrungen nicht hinnehmbar seien. Das Kispi wäre mehrere Tage vom Verkehr abgeschnitten.
Es war zwar geplant, im Notfall die Rennen für Ambulanzen zu unterbrechen. Doch viele Kinder kämen gar nicht mit Blaulicht, sondern im Auto mit ihren Eltern, argumetierte Vollenwyder damals.

Fast das Aus

Im Mai setzte das Kinderspital die Organisatoren stärker unter Druck: «Wenn es keine Änderung gibt, können wir nicht entgegenkommen. Dann werden wir den Rekurs weiterziehen und dann wird die Rad-WM – bedauerlicherweise – nicht stattfinden», sagte Vollenwyder .
Nun gibt die Stadt Zürich Entwarnung: Die WM vom 21. bis 29. September kann stattfinden. «Für die überwiegende Mehrheit der Rekurrierenden konnten Lösungen gefunden werden», teilt die Stadt mit.
Auch das Kinderspital zieht seinen Rekurs zurück. Für das Spital gibt es etliche punktuelle Öffnungen der Strassen im Gebiet der Rennstrecke. Diese ermöglichen die Zufahrt für eine bestimmte Anzahl dringlicher Transporte.
  • spital
  • Kinderspital
  • Zürich
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Hirslanden: Umbau an der Spitze – näher zu den Regionen

Hirslanden-Zürich-Direktor Marco Gugolz zieht als Regional Operations Executive in die Konzernleitung ein.

image

Was geschieht mit dem Spital Thusis?

Die Stiftung Gesundheit Mittelbünden sucht Wege aus der finanziellen Krise – beraten von PwC. Ein Entscheid soll im Herbst fallen.

image

CSEB: «Herausfordernd, aber zufriedenstellend»

Trotz roten Zahlen und leicht rückläufigen Patientenzahlen gibt sich das Center da sandà Engiadina Bassa optimistisch.

image

Spital STS: Hohe Patientenzahlen bewahren nicht vor Verlust

Sowohl stationär als auch ambulant gab es bei der Spitalgruppe Simmental-Thun-Saanenland 2023 einen Zuwachs.

image

Spital Lachen bricht Neubau-Projekt ab

Nun soll saniert statt neu gebaut werden – aus finanziellen Gründen, aber auch wegen der Flexibilität.

image

Spitalzentrum Biel: Sehr rote Zahlen wegen Sonderabschreiber

Andererseits war 2023 ein Wachstumsjahr für die SZB-Gruppe, es gab einen Rekordwert bei den Patientenzahlen. Und die dynamische Entwicklung setze sich 2024 fort.

Vom gleichen Autor

image

SVAR: Neu kann der Rettungsdienst innert zwei Minuten ausrücken

Vom neuen Standort in Hundwil ist das Appenzeller Rettungsteam fünf Prozent schneller vor Ort als früher von Herisau.

image

Kantonsspital Glarus ermuntert Patienten zu 900 Schritten

Von der Physiotherapie «verschrieben»: In Glarus sollen Patienten mindestens 500 Meter pro Tag zurücklegen.

image

Notfall des See-Spitals war stark ausgelastet

Die Schliessung des Spitals in Kilchberg zeigt Wirkung: Nun hat das Spital in Horgen mehr Patienten, macht aber doch ein Defizit.