Spital Biel: Das sind die Gewinner des Prix d’excellence

Digitalisierung, personalisierte Medizin oder Entscheidungshilfe für Ärzte: Das Spitalzentrum Biel (SZB) hat die besten Medizininformatiker der Berner Fachhochschule (BFH) prämiert.

, 19. November 2018 um 06:00
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Das Spitalzentrum Biel (SZB) hat den besten Abschlussarbeiten des Bachelors of Science in Medizininformatik den jährlichen «Prix d’excellence» verleiht. Der mit insgesamt 3'000 Franken dotierte Preis wurde bereits zum fünften Mal vergeben. 
Die 2018 prämierten Arbeiten der Medizininformatik-Absolvierenden der Berner Fachhochschule (BFH) überzeugen durch ihren Praxisbezug und den konkreten Nutzen für Patienten, wie das SZB mitteilte. 

Beste Umsetzung: «tuna – Entwicklung einer App zur Steigerung der Patientenadhärenz bei der Tumornachsorge»


Martin Stierlin und Lukas Wyss entwickelten in Zusammenarbeit mit der Chirurgischen Klinik des SZB eine Nachsorge-App. Die App erinnert Patienten etwa rechtzeitig an Nachsorgeterminen.

  • Martin Stierlin, Lukas Wyss: «tuna – Entwicklung einer App zur Steigerung der Patientenadhärenz bei der Tumornachsorge», Abschlussarbeiten Medizininformatik 2018, S. 30

Beste Innovation: «Pharmacogenetic Clinical Decision Support»


Marwin Philips und Kevin Tippenhauer haben am Beispiel der onkologischen Medikation des Inselspitals einen Prototyp entwickelt, der zeigt, wie pharmakogenetisches Wissen im Klinikalltag künftig angewendet und so die Gesundheitsversorgung effizienter und sicherer gemacht werden könnte.

  • Marwin Philips, Kevin Tippenhauer: «Pharmacogenetic Clinical Decision Support», Abschlussarbeiten Medizininformatik 2018, S. 29

Bestes Konzept: «Delegation von EPD-Berechtigungen im Klinikinformationssystem (KIS)»


Pascal Dittli und Niveadha Kanagarasa haben ein Konzept für Delegationsberechtigungen in Zusammenhang mit elektronischen Patientendossiers erarbeitet und dazu ein Health Professional Portal entwickelt.

  • Pascal Dittli, Niveadha Kanagarasa: «Delegation von EPD-Berechtigungen im Klinikinformationssystem (KIS)», Abschlussarbeiten Medizininformatik 2018, S. 23.

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