Roger Federer ist jetzt Ehrendoktor der Universität Basel. Die medizinische Fakultät verleiht dem Tennisprofi den Titel «honoris causa». Der 36-Jährige wird für seine Vorbildfunktion als Sportler geehrt, wie
die Uni mitteilt. Federer animiere viele Menschen weltweit zu mehr Bewegung und leiste so einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung. Erwähnt wird zudem sein stets faires und vorbildliches Auftreten sowie sein Engagement für Kinder in Afrika.
«Dr. h. c. Schulabbrecher»?
Die Ehre sorgt aber nicht nur für grossen Applaus, sondern auch für einige Kritik. In den sozialen Medien gibt es bissige Kommentare: «fantasielos», «nur peinlich» oder «Realitätsverlust». Die
«bz Basel» nennt Federer «Dr. h. c. Schulabbrecher».
«Der Ehrendoktortitel für Roger Federer scheint mir spontan ein populistischer Entscheid zu sein», sagt etwa Ueli Mäder zur bz. «So kommt eine gewisse Beliebigkeit in den Dies Academicus, und die Universität riskiert, an wirklichem Respekt zu verlieren», so der frühere Soziologieprofessor.
Dr. Federer: «Wie ein Grand-Slam-Sieg»
Roger Federer nahm an der Zeremonie nicht teil; er liess sich durch seine Schwester Diana vertreten. In einer Grussbotschaft bedankte sich der Tennisprofi für die Auszeichnung: Er freue sich über den Ehrendoktortitel «wie über einen Grand-Slam-Sieg».