Video-Geschäftsmeeting, digitales Symposium, Oper im Live-Stream, Online-Yogakurs: Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung beschleunigt – wir verbringen Arbeits- und Freizeit vermehrt vor dem Bildschirm.
Im vergangenen Jahr hat die Nutzung von Computern und Mobiltelefonen deutlich zugenommen: Weltweit werden im Schnitt 9 Stunden und 45 Minuten pro Tag vor digitalen Geräten verbracht. Dies geht aus einer Analyse von Lenstore, einem britischen Online-Händler für Kontaktlinsen und Augenpflegeprodukte, hervor. Die Zahlen basieren auf einer Umfrage von «We are Social» und «Hootsuite», die digitale Trends und Social-Media-Entwicklungen auf der ganzen Welt verfolgen. Bei der Umfrage wurden 16- bis 24-Jährige im April 2020 befragt.
Über Zweidrittel der Jugendlichen sind mehr am Handy
Seit der Pandemie verbringen 76 Prozent der genannten Altersgruppe mehr Zeit am Handy. 45 Prozent sitzen länger am Laptop und 34 Prozent länger vor dem Fernseher. 22 Prozent sind die meiste Zeit am Tablet.
Lenstore hat zudem die Daten von den Ländern mit den höchsten und mit den niedrigsten Bildschirmzeiten zusammengetragen. Am höchsten ist die Bildschirmzeit bei den Filipinos, die seit Ausbruch von Sars-CoV-2 10 Stunden pro Tag vor dem Screen verweilen; seit Januar 2020 ist die Bildschirmzeit um 17 Minuten gestiegen (s. Grafik).
Aus der Grafik geht auch hervor, dass die Japaner mit durchschnittlich 4,30 Stunden Bildschirmzeit pro Tag am wenigsten von ihren Handys abhängig sind, gefolgt von den Niederländern, die 4,45 Stunden am Handy-Bildschirm verbringen. In Deutschland, Dänemark und Frankreich beträgt die durchschnittliche Bildschirmzeit knapp über 5 Stunden.
Deutsche schneiden besser ab als Schweizer
In Europa gilt Dänemark als Land, das am meisten auf das Internet angewiesen ist: Im Schnitt nutzen 98 Prozent der Bevölkerung das Internet. 71 Prozent sind aktive Nutzer von Social Media. Die Schweiz liegt in der Mitte: 96 Prozent der Schweizer nutzen das Internet und 52 Prozent sind auf sozialen Kanälen aktiv. Die Deutschen schneiden etwas besser ab: 93 Prozent von ihnen nutzen das Internet, doch nur 45 Prozent gelten als aktive Social-Media-Nutzer.
Dass sich die vermehrte Nutzung digitaler Geräte nachteilig auf die Augen auswirken kann, ist kein Geheimnis. Das stundenlange Starren auf den Monitor beansprucht das Sehorgan und kann dieses auch schädigen. Folgende Yogaübungen sollen helfen, Ermüdung und Belastung der Augen zu reduzieren:
Palming
Die Handflächen aneinander reiben, um Wärme zu erzeugen. Dann die Hände für zehn Sekunden auf die Augen legen.
Mit dieser Übung lässt Spannung, die sich im Augenhintergrund angesammelt hat, langsam nach.
Schnelles Blinzeln
10 bis 15 Sekunden lang sehr schnell blinzeln, die Augen schliessen und diese dann zur Ruhe kommen lassen.
Diese Übung ist hilfreich, um die Augen von Trockenheit und Überanstrengung zu befreien.
Augenrollen
Die Augen mehrmals im und gegen den Uhrzeigersinn rollen.
Auf diese Weise werden die Augenmuskeln gestärkt.
Die Analyse von Lenstore finden Sie
hier.