Mehr als 5000 000 Personen, so wird geschätzt, leiden in der Schweiz an einer seltenen Krankheit. Interdisziplinäre Anlaufstellen für Menschen mit solchen ernsten, oft chronischen und fortschreitenden Krankheiten gibt es hierzulande seit einem Jahr. Personen mit einer unklaren Diagnose und komplexen Krankheitsverläufen konnten sich bislang an sechs Anlaufstellen wenden, wo vertiefte diagnostische Abklärungen vorgenommen werden.
Künftig stehen den Betroffenen drei weitere Zentren zur Verfügung, wie die «Nationale Koordination Seltene Krankheiten» (Kosek) heute in einer Medienmitteilung bekanntgab. So gibt es etwa neu auch ein Zentrum in der Südschweiz – die Angebote decken somit drei Landessprachen ab.
Folgende Zentren für seltene Krankheiten sind neu:
> Aargau: Zentrum für seltene Krankheiten, Kantonsspital Aarau
> Luzern: Zentrum für seltene Krankheiten am Luzerner Kantonsspital
> Tessin: Centro per le Malettie rare della Svizzera italiana, Ente Ospedaliero Cantonale
Diese Zentren gibt es seit einem Jahr:
> Basel: Universitätszentrum für seltene Krankheiten Basel, ein gemeinsames Angebot des Universitätsspitals Basel (USB) und des Universitäts-Kinderspitals beider Basel (UKBB)
> Bern: Zentrum für seltene Krankheiten Inselspital, Universitätsspital Bern
> Genf: Centre Maladies rares des Hôpitaux Universitaires de Genève (HUG)
> Waadt: Centre Maladies rares du Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV) in Lausanne
> St. Gallen: Ostschweizer Zentrum für seltene Krankheiten (ZSK-O), ein gemeinsames Angebot des Kantonsspitals St.Gallen (KSSG) und des Ostschweizer Kinderspitals (OKS) in St.Gallen
> Zürich: Zentrum für seltene Krankheiten Zürich, ein gemeinsames Angebot des Universitätsspitals Zürich (USZ), des Universitäts-Kinderspitals Zürich, der Universitätsklinik Balgrist und des Instituts für Medizinische Genetik der Universität Zürich.