Die attraktivsten Arbeitgeber im Schweizer Gesundheitswesen

Bei einer grossen Umfrage unter dem medizinischen Nachwuchs erhielt das Zürcher Unispital (USZ) erneut die besten Noten im Gesundheits-Sektor. Erfahren Sie alles über die Auf- und Absteiger.

, 30. April 2018 um 12:00
image
  • spital
  • arbeitswelt
  • ausbildung
Das Universitätsspital Zürich (USZ) wird von Studierenden und Hochschulabsolventen seit Jahren als attraktivster Arbeitgeber im Gesundheitswesen angesehen. So auch in der jüngsten Umfrage der Beratungsfirma Universum. Das USZ kam in diesem Beliebtheits-Ranking vor der Insel Gruppe und der Organisation Ärzte ohne Grenzen.  

In der Schweiz wurden dafür die Angaben von insgesamt über 10'800 Studierende aus mehreren wissenschaftlichen Disziplinen ausgewertet: Sie standen jeweils vor der Frage, welches Unternehmen für sie der ideale Arbeitgeber wäre.

Swiss Medical Network holt auf

Neu im diesjährigen Ranking von Universum und gleich auf dem dritten Platz erscheint die internationale Organisation für medizinische Nothilfe Doctors Without Borders (MSF). 
Bei den Spitälern machten den grössten Sprung vorwärts das Hôpital Riviera Chablais (HRC), die Psychiatrische Dienste Bern (UPD) und die Privatklinikgruppe Swiss Medical Network (SMN). Am weitesten zurück fielen das Spitalzentrum Biel, das Kantonsspital Baselland (KSBL) und das Luzerner Kantonsspital (Luks). 

Die beliebtesten Arbeitgeber im Bereich Gesundheitswesen/Medizin 2018
(In Klammern Veränderung gegenüber dem Vorjahr)
  1. Universitätsspital Zürich (-)
  2. Insel Gruppe (-)
  3. Doctors Without Borders (neu)
  4. Hôpitaux Universitaires de Genève HUG (+2)
  5. Centre Hospitalier Universitaire Vaudois CHUV (-2)
  6. Hirslanden-Kliniken (-2)
  7. IKRK (-)
  8. Kinderspital Zürich (+1)
  9. Novartis (-1)
  10. Universitätsspital Basel (-5)
  11. Roche (-)
  12. Stadtspital Triemli (-)
  13. Kantonsspital Winterthur (+1)
  14. Spital Wallis (-1)
  15. Stadt Zürich (+10)
  16. Schulthess Klinik (-1)
  17. Kantonsspital Aarau (-)
  18. Nestlé (+15)
  19. Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) (-3)
  20. Swiss Tropical and Public Health Institute (-1)
  21. Luzerner Kantonsspital (-11)
  22. Suva (-2)
  23. Johnson & Johnson (+9)
  24. Freiburger Spital HFR (-6)
  25. Hôpital Riviera Chablais HRC (+10)
  26. CERN (+14)
  27. Hôpital Neuchâtelois HNE (-6)
  28. Kantonsspital Graubünden (-6)
  29. Kantonsspital Baden (-2)
  30. Die Bundesverwaltung (+9)
  31. Kantonsspital St. Gallen (-1)
  32. Psychiatrische Universitätsklinik Zürich (-9)
  33. Solothurner Spitäler (-5)
  34. Bayer (-10)
  35. Zuger Kantonsspital (+2)
  36. KJPD des Kantons Zürich (+2)
  37. L'Oréal Group (+24)
  38. Pfizer (-12)
  39. Ostschweizer Kinderspital (-5)
  40. Universitäre Psychiatrische Dienste Bern (UPD) (+9)
  41. Spitalzentrum Biel (-12)
  42. Migros (+3)
  43. Kantonsspital Baselland (-12)
  44. Swiss Medical Network (+9)
  45. Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel (-3)
  46. Hôpital du Jura (-)
  47. Vifor Pharma (-6)
  48. McKinsey & Company (+9)
  49. Integrierte Psychiatrie Winterthur IPW (+1)
  50. Biogen (-3)
  51. Medtronic (-7)
  52. Psychiatrische Dienste Aarau (+4)
  53. Kantonsspital Nidwalden (+2)
  54. Gesundheitszentrum Fricktal (-)
  55. Actelion (-7)
  56. Amgen (+10)
  57. Syngenta (+7)
  58. Stryker (11)
  59. Unilever (-8)
  60. Psychiatrische Dienste Graubünden (-1)
  61. Kantonsspital Glarus (+1)
  62. Kantonsspital Obwalden (-10)
  63. Boston Consulting Group (BCG) (-20)
  64. Luzerner Psychiatrie (-6)
  65. Procter & Gamble (P&G) (-2)
  66. Straumann (-1)
  67. Klinik Arlesheim (+1)
  68. Spitäler Schaffhausen (-8)
  69. Kantonsspital Uri (-2)

Mediziner möchten sich weiterbilden!

Während etwa Ökonomen vor allem Führungserfahrung sammeln möchten, haben Mediziner laut der Umfrage andere Kriterien bei der Arbeitgeberwahl: Oberste Priorität hat, dass zukünftige Ausbildungen bezahlt werden. Über 60 Prozent der befragten jungen Mediziner finden dies wichtig. 
Ebenso zentral für den medizinischen Nachwuchs sei Respekt den Mitarbeitenden gegenüber sowie ein freundliches Arbeitsumfeld. Prestige eines Arbeitgebers ist für ein Drittel der männlichen Medizinstudierenden wichtig. Bei den Frauen hingegen ist dieser Faktor nur für jede zehnte angehende Medizinerin bedeutend. 
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Auch NZZ bemängelt die heutigen Spital-Zusatzversicherungen

«Spitäler und Kassen schröpfen ihre Luxuspatienten», so eine Einschätzung dort. Das Geschäftsmodell mit den Zusatzversicherungen gerät ins Wanken.

image

Die heisse Diskussion um Insel-Premium-Abteilung

Darf ein Universitätsspital mit seiner Luxus-Abteilung die Allgemein-Abteilung sponsern? Ja, das sei sozial, finden Krankenkassen-Experten.

image

Jetzt arbeiten viele mit Covid in den Spitälern

Eine schwedische Studie zeigt jedenfalls, dass im Dezember 1 von 14 Spitalangestellten corona-positiv zur Arbeit erschien.

image

Coop und Selecta planen Rund-um-die-Uhr-Geschäfte in Spitälern

Für ein erstes Kantonsspital besteht bereits ein konkretes Projekt.

image

Kantonsspital Schaffhausen: Der Neubau muss abspecken

Die Spitäler Schaffhausen müssen die geplante Geschossfläche um einen Viertel verkleinern. Nur so bleiben sie noch im Kostenrahmen von 240 Millionen.

image

«Zweievierzg Stund»: Ein Flashmob für ein neues Arbeitszeit-Modell

In Zürich machen die Assistenzärzte nun Politik per Musikvideo.

Vom gleichen Autor

image

Arzthaftung: Bundesgericht weist Millionenklage einer Patientin ab

Bei einer Patientin traten nach einer Darmspiegelung unerwartet schwere Komplikationen auf. Das Bundesgericht stellt nun klar: Die Ärztin aus dem Kanton Aargau kann sich auf die «hypothetische Einwilligung» der Patientin berufen.

image

Studie zeigt geringen Einfluss von Wettbewerb auf chirurgische Ergebnisse

Neue Studie aus den USA wirft Fragen auf: Wettbewerb allein garantiert keine besseren Operationsergebnisse.

image

Warum im Medizinstudium viel Empathie verloren geht

Während der Ausbildung nimmt das Einfühlungsvermögen von angehenden Ärztinnen und Ärzten tendenziell ab: Das besagt eine neue Studie.