Medizinhistorie: «Abracadabra» in St. Gallen

Die Stiftsbibliothek St.Gallen zeigt derzeit eine Ausstellung über Medizin im Mittelalter.

, 11. Oktober 2016 um 09:27
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Zurzeit gibt es in der Stiftsbibliothek in St. Gallen Kuriositäten der mittelalterlichen Medizin zu bestaunen. Die Ausstellung «Abracadabra» gibt einen Einblick in die Geschichte der Medizin im Mittelalter.
Ein Beispiel zeigt die Heilung von Malaria. «Abracadabra ist ursprünglich kein Zauberwort aus einem Märchen, sondern sollte vielmehr gegen Malaria helfen», so Dora zu «20 Minuten».
Das Rezept schreibe vor, Abracadabra elf Mal untereinander aufzuschreiben, mit je einem Buchstaben weniger pro Zeile, so dass zum Schluss nur noch ein «A» übrig bleibt. Dieses Schriftstück müsse man sich dann als Amulett um den Hals hängen. So soll man geheilt werden.
Anhand der Handschriftensammlung der Stiftsbibliothek spannt die Ausstellung den Bogen von der antiken Überlieferung über das Hospital auf dem Klosterplan bis hin zur Urinbeschau Notker des Arzts im 10. Jahrhundert. 
Die Ausstellung «Abracadabra – Medizin im Mittelalter» dauert noch bis am 6. November. Weitere Informationen finden Sie hier
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