Letzte Woche berichtete die
«Luzerner Zeitung» über angebliche Unruhe und eine «fürchterliche» Stimmung am Luzerner Kantonsspital (Luks). Grund seien mehrere Abgänge in der Geschäftsleitung, und der Führungsstil von CEO Florian Aschbrenner. Dem Bericht zufolge herrsche im Haus «viel Unruhe und tiefe Verunsicherung», Mitarbeitende würden aus Angst vor Konsequenzen keine Kritik äussern.
Von Aussagen distanziert
Nun haben sich mehrere Mitarbeitende öffentlich von den Aussagen distanziert. In einem
Leserbrief in der Luzerner Zeitung schreiben die Chefärzte Stephan Bohlhalter und Oliver Fuchs: «Naturgemäss besteht nach dem Führungswechsel eine gewisse Verunsicherung. Dass aber die Stimmung ‹fürchterlich› sei, kann ich in keiner Weise nachvollziehen. Die Kommunikation ist besonders offen, der Dialog unkompliziert und persönlich», so Bohlhalter. Er betont zudem, dass die Verschlankung der Geschäftsleitung ein notwendiger Schritt sei und die Bedeutung einzelner Bereiche wie IT nicht abgewertet werde.
Oliver Fuchs ergänzt: «Der Artikel zeichnet ein einseitiges und stark anonymisiertes Bild. Weder für mich noch für mein gesamtes Umfeld ist die Stimmung fürchterlich. Personalwechsel auf Geschäftsleitungsebene sind Ausdruck von Führung – nicht von Willkür. Kritische Berichterstattung ist wichtig, sie sollte jedoch trennen zwischen belegbaren Tatsachen, nachvollziehbaren Sorgen und spekulativen Zuschreibungen. Diese Trennschärfe vermisse ich in dem Beitrag.»
Auch weitere Führungskräfte des Luks äussern sich: Yvonne Neff Lüthy, Leitung Luks Sursee, schreibt auf LinkedIn: «Ich teile die Einschätzung von Oliver Fuchs und Stephan Bohlhalter. Sehr viele meiner Kolleginnen und Kollegen aus dem Luzerner Kantonsspital sind wie ich sehr betroffen – und distanzieren sich klar von diesen Aussagen. Die eingeleiteten Massnahmen sind notwendig, um in der Organisation agiler zu werden und um die Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Gewinne zu erzielen ist nicht ‹unanständig›, sondern unsere Verantwortung.»