Jedes Jahr erkranken in der Schweiz fast 58'000 Menschen an Krebs, die Krankheit verursacht etwa 20'000 Todesfälle. Wichtig wären eine personalisierte Therapie, Pflege und Betreuung. Doch die Daten sind fragmentiert und die beteiligten Institutionen zersplittert – und genau das bremst eine breit angelegte Präzisionsonkologie.
«Innovativ und klinisch relevant»
NAIPO hat ein Gesamtbudget von 18,9 Millionen Franken, davon 8,25 Millionen aus staatlichen Innosuisse-Mitteln. Ziel des Programms ist es, eine in der Schweiz gehostete Infrastruktur zu entwickeln. Diese soll die enormen KI-Chancen nutzen, die durch die Bündelung von Daten entstehen; zugleich sollen diese Daten sicher bewahrt werden.
Wie
die EPFL schreibt, wird die neue Plattform es ermöglichen, KI-Modelle in allen Phasen der onkologischen Versorgung anzuwenden – von der Diagnose über die klinische Entscheidungsfindung und die Patientenkommunikation bis hin zur personalisierten Behandlung.
«Unser Ansatz baut auf den Erkenntnissen früherer Gesundheitsprojekte auf und legt den Schwerpunkt auf die Entwicklung innovativer und klinisch relevanter KI-Tools», erklärt Dorina Thanou, Leiterin der Initiative am AI Center der EPFL.
Überblick der Partner von NAIPO | Bild: Lukas Klein | EPFL.
Für Andreas Wicki, Professor für Onkologie an der Universität Zürich und klinischer Co-Koordinator des Projekts, ist NAIPO «genau das, was die klinische Onkologie heute braucht», um die enorme Menge an Daten, die jetzt verfügbar sind, besser zu nutzen.
Über die Onkologie hinaus könnte diese Infrastruktur auch als Modell für andere Krankheitsbilder dienen. «Dieses Programm definiert die Rolle der KI in der Medizin neu und trägt dazu bei, die Schweiz als führend in der KI-gestützten medizinischen Innovation zu positionieren», schliesst Elisa Oricchio, Direktorin des Instituts für experimentelle Krebsforschung (ISREC) an der EPFL.
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