Gastroenterologie: Regionalspital nimmt weltweit Pionierrolle ein

Das GZO Spital Wetzikon ist auf dem Weg zu einem Referenz- und Ausbildungszentrum. Das Ziel ist es, Gastroenterologen für den Eingriff und die Handhabung mit neuen Einweg-Endoskopen auszubilden.

, 8. November 2022 um 12:49
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Bernhard Magdeburg, Chefarzt der Klinik Gastroenterologie und Hepatologie demonstriert Fachkollegen die Anwendung des neuartigen Einweg-Endoskops. | zvg
Das GZO Spital Wetzikon ist weltweit das erste Spital, das für die ERCP (endoskopisch retrograde Cholangio-Pankreatikographie) und Cholangioskopie konsequent Einweg-Endoskope einsetzt. Seit diesem Frühjahr wurden im Spital im Zürcher Oberland in der Gastroenterologie das neue Instrument bereits für über 100 endoskopische Eingriffe verwendet.
Dank dem neuen Einweg-Endoskop sei die Problematik resistenter Bakterien bei diesen endoskopischen Eingriffen kein Thema mehr, schreibt das regionale Schwerpunktspital mit universitärem Lehrauftrag. Denn diese könnten trotz sorgfältiger Instrumenten-Aufbereitung der Mehrweg-Endoskope unliebsame Infektionen verursachen.

Spital als nationales und internationales Center of Excellence

Auch bezüglich Energiebilanz sieht die Rechnung gut aus, heisst es weiter. Denn der Kampf gegen diese multiresistenten Keime erfordere einen wachsenden Einsatz von Chemikalien, Wasser und Energie, was sich in der Energiebilanz von Mehrweg-Endoskopen negativ bemerkbar mache. Zudem würden die Einweg-Endoskope rezykliert und somit wieder in den Kreislauf zurückgeführt.
Das GZO Spital Wetzikon mit seinen rund 900 Mitarbeitenden bezeichnet sich neu als ein nationales und internationales Center of Excellence, das Spezialisten für den Eingriff und die Handhabung mit neuen Einweg-Endoskopen ausbildet. Vor diesem Hintergrund gibt Chefarzt Bernhard Magdeburg seine Erfahrungen im Rahmen einer Weiterbildung auch an Gastroenterologen aus der Schweiz und dem nahen Ausland weiter.
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