Spital Leuggern buhlt um Patientinnen aus Deutschland

Im Kanton Aargau gebären vermehrt deutsche Patientinnen ihre Kinder. Ein Spital übernimmt sogar teilweise die Mehrkosten.

, 5. Januar 2023 um 13:12
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Blick in ein Gebärzimmer. | zvg
Nicht in allen Spitälern in der Schweiz nahm die Zahl der Geburten im letzten Jahr im Vergleich zum 2021 ab. Im Kanton Aargau verzeichnen etwa die Regionalspitäler Leuggern und Rheinfelden auch für das vergangene Jahr einen Geburtenrekord.
Ein Grund: Es kommen vermehrt Deutsche, um im Aargau zu gebären, wie das Regionaljournal Aargau Solothurn von SRF berichtet. Beide Spitäler liegen nahe an der Grenze zu Deutschland und sind auf deutsche Frauen angewiesen. Etwa ein Drittel aller 800 Geburten im Spital Leuggern entfalle auf deutsche Frauen. Von den 500 Geburten in Rheinfelden sei es «weit über 20 Prozent».

Spital Leuggern gibt sich grosszügig

In Rheinfelden und Leuggern wurde die Geburtstation in den letzten Jahren ausgebaut, auch mit Blick auf werdende Mütter aus Deutschland, heisst es. Wer übernimmt die Kosten einer Geburt in der Schweiz? Wenn Patientinnen in der Schweiz arbeiten, sind sie automatisch in der Schweiz versichert, der andere Teil muss eine Zusatzversicherung aufweisen. Ansonsten müssen die Frauen die Differenz zwischen den Kosten einer Geburt in Deutschland und einer in der Schweiz selbst bezahlen.
Im Spital Leuggern hingegen übernimmt das Spital diese Differenz, wie SRF berichtet. «Für uns ist Deutschland interessant», wird Pflegedienstleiterin Ursula Keller zitiert. Und weiter: Das Regionalspital habe seine Kapazitäten erst gerade ausgebaut, sodass Hebammen und Pflegerinnen auf der Wochenbettstation noch Zeit hätten für weitere Geburten.
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