Was halten die Ärzte von den Pharmakonzernen?

Eine Beratungsfirma in Deutschland bat Hausärzte und Spezialisten um ihr Urteil. Novartis holte in zwei Fachgebieten besonders gute Noten.

, 5. Februar 2016 um 09:06
image
  • medikamente
  • pharma
  • novartis
Es ist tatsächlich eine Qualitäts- und Imagefrage der besonderen Art, welche die Beratungsfirma Kantar Health in Deutschland einmal jährlich stellt: Was denken Fachärzte über ihre Pharmazulieferer? Was halten beispielsweise Kardiologen von den Pharmafirmen, die in ihrem Bereich tätig sind? 
Befragt wurden niedergelassene Ärzte in Deutschland – 13 Unternehmen waren auf der anderen im Visier, und insgesamt 20 Kriterien standen zur Beurteilung an.
Zum Beispiel die Präparatequalität, die Wirtschaftlichkeit der Produkte, die wissenschaftlichen Informationen, der Service, der Aussendienst – aber auch die Frage, ob die Firma nach Einschätzung des Arztes eine verantwortungsvolle gesellschaftliche Rolle spielt und Gesundheitskompetenz hat.
Was kam heraus?

  • Die Hausärzte gaben Berlin-Chemie und Novartis die besten Noten. Die beiden Pharmafirmen erhielten bei den befragten 200 Hausärzten die besten Imagenoten, die höchste spontane positive Wertschätzung und wurden am häufigsten in der Mund-zu-Mund-Propaganda weiterempfohlen.
  • Die Diabetologen beurteilten Novo Nordisk, Lilly, Sanofi und Berlin-Chemie am freundlichsten. Hier wurden insgesamt 80 Fachärzte befragt. Die anderen fünf evaluierten Firmen folgen mit deutlichem Abstand. Die höchste Weiterempfehlungsrate errangen Lilly und Novo Nordisk.
  • Die Kardiologen schätzen insbesondere Bayer; der deutsche Pharmakonzern dominiert bei spontaner Präferenz, Image und Weiterempfehlungs-Neigung, und zwar recht deutlich. In diesem Fachgebiet befragte Kantar Health 50 Mediziner.
  • Die Pneumologen setzen laut der Befragung mit Vorliebe auf Boehringer Ingelheim und Novartis; 51 Lungenspezialisten wurden befragt – und sie gaben diesen beiden Firmen insbesondere in Sachen innovative Präparate, Fortbildungsveranstaltungen, Aussendienst und Forschungsaktivität die Top-Noten.


  • Zur Mitteilung: «Bayer Continues to Have the Best Image among German Cardiologists», Kantar Health, Februar 2016

Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Viktor 2023: «Für mich ist es stets ein Highlight, Zeuge dieser Würdigung zu sein»

Johnson & Johnson unterstützt den Viktor Award seit seiner Geburtsstunde. «Die Werte passen zueinander», sagt Thomas Moser, Head External Communication J&J.

image

Swissmedic: 41 neue Wirkstoffe für die Schweiz

Hinzu kamen letztes Jahr 65 Indikationserweiterungen.

image

Medikamentenmarkt: Preissenkungen dämpfen Wachstum

Rekordhoch für Generika. Wachstumsplus für Biosimilars, Krebstherapien sowie Medikamente gegen Autoimmunerkrankungen.

image

«Man kriegt die volle Reichweite – und kommt zugleich in alle Nischen»

Seit Mitte Januar arbeiten Medinside Jobs und med-jobs.com zusammen. Fürs Employer Branding entsteht eine starke Kommunikations-Drehscheibe. Was sie bietet, sagt Stephan Meier-Koll, Head of Sales Medinside.

image

Immer mehr Pillen – und immer mehr Komplementär-Medizin

Der Gebrauch von Schmerzmitteln hat sich in den letzten drei Jahrzehnten verdoppelt. Der Gebrauch von Physiotherapie ebenfalls. Und so weiter.

image
In eigener Sache

«Ein Rundum-Paket für alle Themen und Zielgruppen»

Seit 15. Januar gehört Medinside zu just-medical!. Damit entsteht ein neues Kommunikations-Kraftwerk im Gesundheitswesen. Was heisst das konkret? Ein Interview mit just-medical!-Gründer Matthijs Ouwerkerk.

Vom gleichen Autor

image

Kantone haben die Hausaufgaben gemacht - aber es fehlt an der Finanzierung

Palliative Care löst nicht alle Probleme im Gesundheitswesen: … Palliative Care kann jedoch ein Hebel sein.

image

Brust-Zentrum Zürich geht an belgische Investment-Holding

Kennen Sie Affidea? Der Healthcare-Konzern expandiert rasant. Jetzt auch in der Deutschschweiz. Mit 320 Zentren in 15 Ländern beschäftigt er über 7000 Ärzte.

image

Wer will bei den Helios-Kliniken einsteigen?

Der deutsche Healthcare-Konzern Fresenius sucht offenbar Interessenten für den Privatspital-Riesen Helios.