Vaduz: Was Fritz Horbers Nachfolger mitbringen muss

Das Liechtensteinische Landesspital hat die Position des Chefarztes Innere Medizin ausgeschrieben – es geht dabei auch um einen Sitz in der Geschäftsleitung.

, 1. Juni 2016 um 10:35
image
  • liechtenstein
  • spital
Letzte Woche wurde bekannt, dass der Chefarzt Innere Medizin das Liechtensteinische Landesspital verlässt: Fritz Horber, seit 2012 im Amt, will sich wieder der klinischen Praxistätigkeit in der Schweiz widmen, und zwar voraussichtlich in Zürich.
Sein Amt gibt er bereits kommenden Juli auf. Interimistisch übernimmt Martin Liesch die Funktion des Chefarztes Innere Medizin. Der 45jährige Spezialist für Notfallmedizin war im Sommer letzten Jahres nach Vaduz gekommen, nachdem er zuvor leitender Arzt der Inneren Medizin sowie ärztlicher Leiter der zentralen Notfallstation im Kantonspital Graubünden gewesen war.
Jetzt sind Stelleninserate für die definitive Chefarzt-Besetzung erschienen (siehe hierhier und hier), wobei als mögliches Antrittsdatum schon der 1. August genannt wird. 
Horbers Nachfolger oder Nachfolgerin wird die Innere Medizin inklusive der Notfallstation unterstehen, zudem wird die Person Mitglied der vierköpfigen Spitalleitung.

Gefragt: Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Als erste Hauptaufgabe nennt das Inserat denn auch die mitverantwortliche Führung des Spitals. Hinzu kommen die strategische und operative Verantwortung für den Bereich Innere Medizin inklusive Notfallstation und Ambulatorium; dann die Verantwortung für die ambulanten und hospitalisierten Patienten der Inneren Medizin; ferner die Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit und die  Supervision der Spital- und Assistenzärzte. 
Neben einem Facharzttitel für allgemeine Innere Medizin, Allgemeinmedizin oder einer entsprechenden Weiterbildung wünscht das Anforderungsprofil eine Subspezialität (der scheidende Stelleninhaber Fritz Horber war insbesondere bekannt für seine klinische und wissenschaftliche Tätigkeit auf dem Gebiet der Adipositas).
Zum Idealprofil des Liechtensteinischen Landesspitals gehört zudem auch mehrjährige «Erfahrung in einer Kaderposition als Chefarzt oder in gleichwertiger Funktion».
Unter den Soft Factors nennt das Inserat auch eine «sehr gute Fähigkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit, v.a. mit den niedergelassenen Ärzten in Liechtenstein».
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image
Gastbeitrag von Ronald Alder

Kürzere Arbeitszeiten sind auch nicht die Lösung

Die Politik sieht das Gesundheitswesen unterm Kostenröhrenblick, die Gewerkschaften haben den Arbeitszeitenröhrenblick. Und so werden die wahren Probleme übersehen.

image

Hochspezialisierte Medizin: Warnschuss aus dem Thurgau

Die Kantonsregierung prüft den Austritt aus der Interkantonalen HSM-Vereinbarung. Und sie vermeldet den Unmut weiterer Kantone.

image

Klinik Hirslanden: Philippe Diserens neu im Management

Der Gesundheitsökonom übernimmt die Leitung des Performance Management.

image

Behandlungsrekord am Kantonsspital Baden

Mehr stationäre Patienten, eine Zunahme der ambulanten Konsultationen, weniger Notfälle – und mehr Benefits für die Angestellten.

image

KSGL: «Wir wollen üsärs Spital retten!»

Die Personalkommission des KSGL stellt sich hinter ihr Spital und kritisiert das Vorgehen des SBK.

image

Gewalt im Spital: Es betrifft nicht nur den Notfall

Und die Lage ist am Wochenende keineswegs besonders kritisch. Eine grosse Datenauswertung in den USA setzt neue Akzente.

Vom gleichen Autor

image

Kantone haben die Hausaufgaben gemacht - aber es fehlt an der Finanzierung

Palliative Care löst nicht alle Probleme im Gesundheitswesen: … Palliative Care kann jedoch ein Hebel sein.

image

Brust-Zentrum Zürich geht an belgische Investment-Holding

Kennen Sie Affidea? Der Healthcare-Konzern expandiert rasant. Jetzt auch in der Deutschschweiz. Mit 320 Zentren in 15 Ländern beschäftigt er über 7000 Ärzte.

image

Wer will bei den Helios-Kliniken einsteigen?

Der deutsche Healthcare-Konzern Fresenius sucht offenbar Interessenten für den Privatspital-Riesen Helios.