Swica gewinnt 35'000 neue Kunden

Rund 800'000 Grundversicherte haben 2016 die Kasse gewechselt. Den grössten Zuwachs verzeichnet die Swica, den grössten Verlust die KPT.

, 30. Dezember 2016, 08:45
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In der Regel wechseln etwa zehn Prozent der Grundversicherten Jahr für Jahr ihre Kasse. Geht es nach einer Erhebung der «Nordwestschweiz», dürfte dies auch 2016 der Fall gewesen sein. Danach haben sich gegen 800'000 Grundversicherte eine neue Kasse ausgesucht. Die Angaben sind noch provisorisch; definitive Zahlen stehen erst Ende Januar fest. 
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*Schätzung «Nordwestschweiz»; **Bestand 2015 (Quelle: «Nordwestschweiz»)

Swica und Atupri gewinnen...

«Trotz gestiegener Prämien bewegen sich die Wechselzahlen im Durchschnitt der letzten fünf Jahre», wird CSS-Sprecherin Nina Meyer zitiert. Rund zehn Prozent der Versicherten hätten entweder zur Gruppe gewechselt oder diese verlassen. Netto resultierte ein Zuwachs von mehr als 16'000 Kunden. Bei der Helsana liegt die Zahl der Wechsel «leicht über dem üblichen Mass» von rund 8 Prozent. 
Die Swica erhielt gar 35'000 neue Kunden, ein Plus von 4,5 Prozent. Derweil meldet die Concordia einen Zuwachs von «mindestens 20'000 Kunden». Prozentual am meisten Kunden zog die Berner Atupri an: das Plus liegt bei 13 Prozent, was 21'000 Grundversicherten entspricht. 

...Assura und KPT verlieren

Die Assura wuchs nach dem stürmischen Wachstum der Vorjahre laut Schätzungen der «Nordwestschweiz» nur noch um eine einstellige Prozentzahl. Den stärksten Einbruch verzeichnete die KPT, die einstige Berner Beamtenkasse, mit 15'000 Abgängen. 
Unter dem Strich zeichnet sich kein Rekord bei den Kassenwechslern ab. Dies liegt daran, dass es Versicherte zunehmend vorziehen, Prämien beim bestehenden Anbieter zu optimieren anstatt zu wechseln. 
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