Galenica will weiter Apotheken kaufen

500 Apotheken hat sie schon. Doch Galenica will noch mehr. Bis zu 15 weitere pro Jahr will Galenica-Chef Jean-Claude Clémençon dem bereits dichten Netz hinzufügen.

, 13. März 2019 um 15:31
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Fast jede dritte Apotheke in der Schweiz gehört zur Berner Galenica-Gruppe. Oder in Zahlen ausgedrückt: 500 der 1800 Apotheken sind dem dichten Apothekennetz der Pharmagrossistin angeschlossen.

Auch Zürcher Bahnhof-Apotheke gehört nun zu Galenica

Seit kurzem gehört sogar die bestlaufende Apotheke der Schweiz, die Zürcher Bahnhof-Apotheke, zu Galenica. Insgesamt acht Apotheken haben sich letztes Jahr angeschlossen. Dazu kamen drei Neueröffnungen. Damit stieg die Anzahl der eigenen Apotheken auf insgesamt 345 Standorte.
Zusammen mit den Partnerapotheken von Amavita und Winconcept umfasst das schweizweite Apothekennetz von Galenica erstmals über 500 Verkaufspunkte, wie die Gruppe an einer Medienkonferenz mitteilte. Galenica will weiterwachsen. Bis zu 15 neue Apotheken pro Jahr will der Galenica-Chef Jean-Claude Clémençon eröffnen.

Versandhandel läuft wegen gesetzlichen Schranken noch nicht

Auch den Versandhandel via Internet will die Gruppe vorantreiben. Allerdings sind diesem Vorhaben derzeit noch enge gesetzlicher Grenzen gesetzt. Galenica ist weit davon entfernt, ihr gesamtes Sortiment im Internet anbieten zu können.
In der Schweiz dürfen rezeptpflichtige Medikamente nur in speziellen Fällen direkt nach Hause geschickt werden. Im Normalfall können Kunden ihre Medikamente zwar im Internet bestellen, müssen sie aber in einer Apotheke abholen, damit sie noch von einer Fachperson beraten werden können.

Viel Umsatz mit Schmerz- und Schnupfenmitteln

Zum Wachstum der Galenica trug letztes Jahr auch die starke Grippe- und Heuschnupfensaison bei. Anfang 2018 hätten sich das Fieber- und Schmerzmittel Algifor sowie der Nasenspray Triofan – beides sind Galenica-Eigenmarken – «ausgezeichnet entwickelt», heisst es in einer Medienmitteilung.
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