Die Anforderungen an einen Spitaldirektor

Das interessante Stelleninserat: Die Hirslanden-Gruppe sucht einen operativen Leiter für die Clinique Cecil in Lausanne.

, 15. Juli 2015, 15:00
image
  • spital
  • hirslanden
  • vaud
Seit Anfang Juni ist bekannt, dass Philipp Teubner die Clinique Cecil in Lausanne verlassen wird. Gründe für den Wechsel nannte die Mitteilung damals nicht; die Hirslanden-Gruppe – zu der die Clinique gehört – erwähnte aber, dass Teubner dem Haus auch nach seinem Ausstieg noch beratend zur Seite stehe. 
Teubner hatte das Amt als Klinikdirektor in Lausanne 2012 angetreten, Ende Juni endete sein Vertrag nun offiziell.
Die Suche nach einem Nachfolger hält offenbar an: Anfang Juli wurde Jean-Claude Chatelain als Interims-Direktor eingesetzt, der ehemalige Präsident der Spitaldirektoren-Konferenz. Und jetzt hat Hirslanden auch entsprechende Stelleninserate aufgegeben: «Klinikdirektor/in 100%».   
Als Aufgaben für den neuen Chef nennt die Ausschreibung unter anderem:

  • die Leitung der Klinik im Rahmen der operativen Gesamtleitung unter enger Kooperation mit der Clinique Bois-Cerf;
  • Konsolidierung der strategischen Ausrichtung im Rahmen der bestehenden Strukturen;
  • Sichern der Qualität;
  • Interessenvertretung nach innen und aussen im Rahmen der Standortstrategie Hirslanden Lausanne.

Der neue Klinikdirektor sei verantwortlich für den unternehmerischen Erfolg der sowie das Erreichen der Ziele im Rahmen von strategischer Ausrichtung und konzernweiter Geschäftspolitik.

Erfahrung im Projekt- und Change-Management

Mit welchen Eigenschaften lässt sich dies erfüllen? Hirslanden wendet sich «an eine unternehmerisch denkende und handelnde Persönlichkeit mit fundierter betriebswirtschaftlicher Ausbildung, mehrjähriger Führungserfahrung und entsprechendem Leistungsausweis in der Führung eines grossen Bereiches oder eines Unternehmens, idealerweise im Schweizer Gesundheitswesen.»
Zur Erfahrung sollten Projekt-  und Change-Management gehören. Neben der Muttersprache Französisch werden sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse vorausgesetzt. 
Hinzu kommen hohe Führungskompetenz, Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie strategisches Denken. 
«Sie schätzen die Arbeit in einem anspruchsvollen Führungsteam und sind bereit, in Partnerschaft mit unserer zweiten Standortklinik Clinique Bois-Cerf, zusammen mit den Belegärzten, dem Management-Team sowie den Mitarbeitenden der Klinik, ausserordentliche Leistungen zu erbringen», so das Inserat weiter.



Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Spital korrigiert falsche Aussagen zu Chefarzt-Kündigung

Ist der Chefarzt Gregor Lindner nun krank oder nicht? Die Pressestelle des Bürgerspitals Solothurn zieht plötzlich Aussagen zu dessen Kündigung zurück.

image

Sauter: «Wir müssen grossräumiger denken»

Spitäler in den Randregionen brauchen eine neue Funktion. Das meint die neue Hplus-Präsidentin Regine Sauter.

image

Notfallmediziner erwarten Kollaps und schlagen schweizweit Alarm

Covid, Grippe und RSV: Die Notfallstationen sehen sich in diesem Winter mit Bedingungen konfrontiert, die sie an den Rand des Kollapses bringen könnten.

image

Direktor Peter Hösly übergibt den Stab an Simone Weiss

Am Sanatorium Kilchberg kommt es zu einem Führungswechsel: Nach 16 Jahren gibt Peter Hösly seinen Chefposten an der Privatklinik für Psychiatrie ab.

image

Spitaldirektorin will in den Nationalrat

Franziska Föllmi-Heusi vom Spital Schwyz ist als Kandidatin für die Nationalratswahlen nominiert.

image

Eklat am Unispital Zürich: Das sagt der Spitalrat zu den Vorwürfen im Fall Clavien

Der Star-Chirurg Pierre-Alain Clavien fühlt sich vom USZ rausgeschmissen. Nun reagiert André Zemp, Spitalratspräsident, auf dessen Vorwürfe.

Vom gleichen Autor

image

Brust-Zentrum Zürich geht an belgische Investment-Holding

Kennen Sie Affidea? Der Healthcare-Konzern expandiert rasant. Jetzt auch in der Deutschschweiz. Mit 320 Zentren in 15 Ländern beschäftigt er über 7000 Ärzte.

image

Wer will bei den Helios-Kliniken einsteigen?

Der deutsche Healthcare-Konzern Fresenius sucht offenbar Interessenten für den Privatspital-Riesen Helios.

image

Deutschland: Investment-Firmen schlucken hunderte Arztpraxen

Medizin wird zur Spielwiese für internationale Fonds-Gesellschaften. Ärzte fürchten, dass sie zu Zulieferern degradiert werden.