Das braucht man als Direktor einer Hirslanden-Klinik

Nach dem Abgang von Hanspeter Frank hat das Spitalunternehmen die Direktionsstelle ihrer neuen Klinik in Biel nun ausgeschrieben.

, 11. September 2017, 08:20
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Im Juni schaffte es die Hirslanden-Gruppe, nach einer Übernahmeschlacht die Privatklinik Linde in Biel zu kaufen. Wenig später jedoch beschloss Hanspeter Frank, das Haus zu verlassen und zu Swiss Medical Network zu wechseln. Frank war 2013 Direktor der «Linde» gewesen und hatte von 2004 bis 2013 bereits dem Verwaltungsrat der Privatklinik angehört.
Derzeit liegt die interimistische Leitung der «Linde» bei Stephan Pahls, dem Leiter Business Development des Hirslanden-Konzerns. Und nun hat das Unternehmen die Stelle in Biel auch öffentlich ausgeschrieben. «Sie führen die Klinik mit unternehmerischem Geschick und Sachverstand und stellen die zielorientierte Umsetzung der Unternehmensstrategie sicher», heisst es zur Aufgabe. «Kompetent und aufgeschlossen vertreten Sie die Klinik nach innen und aussen und prägen als Vorbild deren positive Wahrnehmung in der Region.»
Aber was sind die konkreten Anforderungen? Verlangt werden

  • eine medizinische oder betriebswirtschaftliche Ausbildung an einer Universität oder Fachhochschule. Ferner eine Weiterbildung im jeweilig anderen Fachgebiet. 
  • Ausgewiesene Führungserfahrung im Gesundheitswesen.
  • Gute Alltagskenntnisse der klinischen Kernprozesse.
  • Beherrschung moderner Managementinstrumente.

Weiter nennt das Inserat auch Faktoren wie Führungsstärke, Überzeugungskraft und Sozialkompetenz. Als wünschbar gilt eine Verankerung in der Region Biel sowie «das Verständnis der deutschen und frankophonen Marktregionen».

Integrations- und Aufbau-Arbeiten

Hirslanden verspricht den Kandidaten einen grossen gestalterischen und unternehmerischen Spielraum. Im Rahmen des Übernahmeduells mit Swiss Medical Network hatte die Hirslanden-Leitung angetönt, dass die Privatklinik Linde durchaus aufgerüstet werden sollte – insbesondere im Verbund mit den Hirslanden-Kliniken in Bern und Aarau.
Anbieten könnte sich beispielsweise der Aufbau einer Kardiologie in Zusammenarbeit mit der Berner Klinik Beau-Site. Umgekehrt könnte es bei der Radiotherapie laufen: «Da Hirslanden in Bern keine eigene Radiotherapie betreibt und in Zukunft auch nicht plant, kann mit einer bedeutenden Anzahl Zuweisungen aus der Hirslanden Versorgungsregion Bern in die Radiotherapie der Privatklinik Linde gerechnet werden», schrieben Hirslanden-CEO Ole Wiesinger und Finanzchef Andreas Kappeler im Juni an die «Linde»-Aktionäre. 
Bei einer Übernahme komme man voraussichtlich in die Lage, die Hirslanden-Tarif-Konditionen auch der Linde zugute kommen zu lassen. Hinzu kämen Preis- und Effizienzvorteile bei Einkauf und Kodifizierung, ferner die Unterstützung im Personal- oder Qualitätsbereich durch die Stabsstellen des Hirslanden-Mutterhauses Mediclinic.
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