Bürgerspital Solothurn verabschiedet Jean-Pierre Barras

Seit Monatsbeginn amtiert Daniel Inderbitzin als neuer Leiter der Klinik für Chirurgie.

, 4. März 2016 um 08:00
image
  • spital
  • chirurgie
  • solothurner spitäler ag
  • solothurn
Über 20 Jahre führte Jean-Pierre Barras die Klinik für Chirurgie am Bürgerspital Solothurn. Nun geht er in den beruflichen Ruhestand. Wie die Solothurner Spitäler SoH zu diesem Anlass errechnet haben, wurden in Barras' Zeit als Chefarzt über 100 Assistentinnen und Assistenten sowie Oberärzte ausgebildet – wozu stets auch eine Lektion Humanismus gehört habe. 
Besonders erwähnt wird, dass Jean-Pierre Barras, obwohl noch klassisch als chirurgischer Generalist ausgebildet, sich stark für die Spezialisierung innerhalb der Chirurgie einsetzte; dies inbesondere während seiner Amtszeit als Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Viszeralchirurgie.

Chirurgie über alle Standorte

Auf der anderen Seite wehrte sich Barras gegen die Ökonomisierung der Medizin: Er habe sich stets als Vertreter seiner Patienten verstanden.
Mit dem Wechsel schuf die Solothurner Spitäler AG eine Chirurgie über alle Standorte des Unternehmens. Neuer Chefarzt Chirurgie ist, wie bereits gemeldet,  Daniel Inderbitzin vom Berner Stadtspital Tiefenau.
Daniel Inderbitzin absolvierte das Medizinstudium an der Universität Zürich, wo er 1991 promoviert wurde. Erste praktische Erfahrungen als Assistenzarzt sammelte er in den Spitälern Männedorf, Uznach, Schiers und am Universitätsspital Zürich.

  • Zu den offenen Stellen der Solothurner Spitäler AG

Während seiner praktischen Weiterbildung in Zürich erwarb er den Facharzttitel FMH für Chirurgie. Eine zweijährige Forschungstätigkeit führte ihn an das Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles. Anschliessend wurde er Oberarzt am Kantonsspital Aarau. 2002 wechselte er in gleicher Funktion an die Klinik für Viszerale und Transplantationschirurgie des Inselspitals Bern. 2006 erwarb er den Schwerpunkttitel für Viszeralchirurgie.
2008 wurde Daniel Inderbitzin zum Leitenden Arzt der Klinik für Viszerale Chirurgie und Medizin befördert. Von 2009 bis 2011 war er chirurgischer Leiter des Nierentransplantationsteams, ab 2011 leitete er das kolo-proktologische Team des Universitätsspitals Bern. Er hat auch einen Lehrauftrag der Universität Bern.

Zwei neue Leitende Ärztinnen

Im Rahmen des Zusammenschlusses des Inselspitals und der Spital Netz Bern übernahm Interbitzin die Funktion des Klinikleiters und Chefarztes der Chirurgischen Kliniken der Berner Stadtspitäler Tiefenau und Ziegler.
Zusammen mit Inderbitzin wechselten Ramona Cecini Hertig und Annette Ringger, beide Leitende Ärztinnen am Stadtspital Tiefenau, nach Solothurn. Sie werden in einem Teilzeitpensum von je 70 Stellenprozenten tätig sein.
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Auch NZZ bemängelt die heutigen Spital-Zusatzversicherungen

«Spitäler und Kassen schröpfen ihre Luxuspatienten», so eine Einschätzung dort. Das Geschäftsmodell mit den Zusatzversicherungen gerät ins Wanken.

image

Die heisse Diskussion um Insel-Premium-Abteilung

Darf ein Universitätsspital mit seiner Luxus-Abteilung die Allgemein-Abteilung sponsern? Ja, das sei sozial, finden Krankenkassen-Experten.

image

Jetzt arbeiten viele mit Covid in den Spitälern

Eine schwedische Studie zeigt jedenfalls, dass im Dezember 1 von 14 Spitalangestellten corona-positiv zur Arbeit erschien.

image

Coop und Selecta planen Rund-um-die-Uhr-Geschäfte in Spitälern

Für ein erstes Kantonsspital besteht bereits ein konkretes Projekt.

image

Kantonsspital Schaffhausen: Der Neubau muss abspecken

Die Spitäler Schaffhausen müssen die geplante Geschossfläche um einen Viertel verkleinern. Nur so bleiben sie noch im Kostenrahmen von 240 Millionen.

image

Kanton Bern: Zusammenschluss von Rettungsdiensten

Die Rettungsdienste des Spitals Emmental und der SRO fusionieren. Die bisherigen Leiter bleiben an Bord.

Vom gleichen Autor

image

Kantone haben die Hausaufgaben gemacht - aber es fehlt an der Finanzierung

Palliative Care löst nicht alle Probleme im Gesundheitswesen: … Palliative Care kann jedoch ein Hebel sein.

image

Brust-Zentrum Zürich geht an belgische Investment-Holding

Kennen Sie Affidea? Der Healthcare-Konzern expandiert rasant. Jetzt auch in der Deutschschweiz. Mit 320 Zentren in 15 Ländern beschäftigt er über 7000 Ärzte.

image

Wer will bei den Helios-Kliniken einsteigen?

Der deutsche Healthcare-Konzern Fresenius sucht offenbar Interessenten für den Privatspital-Riesen Helios.