Balgrist: Nachfolge von Christian Gerber geregelt?

Offenbar ist der Nachfolger des Orthopädie-Professors am Zürcher Unispital Balgrist bereits bestimmt.

, 14. Oktober 2016 um 07:27
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Mazda Farshad soll Professor für Orthopädie der Uni Zürich (UZH) und damit Nachfolger von Christian Gerber als ärztlicher Direktor der Uni­klinik Balgrist werden. Dies meldet der «Tages-Anzeiger» am Freitag.
Bislang ist die Wahl noch nicht bestätigt, die Zeitung stützt sich auf «Insider». Die definitive Wahl stehe noch aus, doch Farshad ist die Nummer eins auf der Berufungsliste, so der Tagi. 
Gegenüber Medinside konnte die Uniklinik Balgrist die Wahl noch nicht bestätigen. Bestätigt wurde allerdings, dass Mazda Farshad in Verhandlungen mit der UZH sei. Weitere Informationen von Balgrist sollen folgen, sobald die Nachfolge bestimmt sei. 

«Zögling von Gerber»

Damit wäre der 34-jährige Mazda Farshad künftiger ärztlicher Direktor des Zürcher Unispital Balgrist – und zugleich Inhaber des Orthopädie-Lehrstuhls an der Universität Zürich (UZH).
Vor knapp zwei Jahren wurde Farshad Leiter des Wirbelsäulenteams am Balgrist. Der TA bezeichnet den Wirbelsäulenchirurgen als «Zögling von Gerber». Gerber selber geht im Sommer 2017 in Pension. Er bleibt der Institution aber als Stiftungsrat erhalten.

Fachkreise sind kritisch 

Mazda Farshad ist seit Juli 2015 Chefarzt Wirbelsäulenchirurgie am Balgrist. Er ist zudem Privatdozent, Lehrbeauftragter der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich, Leiter Abteilung für klinische und angewandte Forschung.
Dass die Uniklinik Balgrist nun ein Arzt mit relativ wenig Erfahrung erhalten soll, beurteilen Fachkreise laut dem Zeitungsbericht kritisch. Damit drohe die Orthopädie an der Universität Zürich ihre internationale Bedeutung zu verlieren, heisst es. 

Mühen bei der Chef-Suche

Das Kandidatenkarussell dreht sich schon seit längerer Zeit. Im Frühjahr war bekannt geworden, dass die Klinik Mühe habe, geeignete Kandidaten für die Nachfolge von Gerber zu finden. Offenbar gab es damals Schwierigkeiten, unter anderem sollen sich zu wenig erfahrene Schweizer Orthopäden beworben haben. 
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