Kanton Zürich unterstützt Hospital@Home

In einem dreijährigen Pilotprojekt wird getestet, wie der Ansatz im Vergleich zur stationären Spitalbehandlung funktioniert.

, 27. Mai 2024 um 10:21
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Eigenes Bett statt Spitalbett: Oft besser für den Heilungsprozess  |  Symbolbild: Christopher Jolly on Unsplash
Der Kanton Zürich unterstützt das Behandlungskonzept der Hospital at Home AG finanziell: Für die Jahre 2024 bis 2026 richtet er pro Patient einen Subventionsbeitrag aus, der dem Kantonsbeitrag an die stationäre Spitalversorgung entspricht.
Die Hospital at Home AG nahm ihren Betrieb im Raum Zürich im Sommer 2023 auf. Das Unternehmen, gegründet vom Internisten und Intensivmediziner Abraham Licht, setzt sich zum Ziel, Patienten «spitaläquivalent» zu Hause zu betreuen – in Zusammenarbeit mit Spitälern, Spitex-Organisationen und Hausärzten.
Um dies sicherzustellen, bietet Hospital at Home tägliche ärztliche und pflegerische Visiten und bei Bedarf eine Überwachung mittels Telemonitoring. Derzeit arbeitet das Unternehmen mit der Klinik Hirslanden zusammen.

«Zukunftsfähige Behandlungsform»

Das Abkommen mit dem Kanton Zürich sieht vor, dass Hospital at Home Daten zur Qualität und Wirtschaftlichkeit zur Verfügung stellt, damit das Konzept mit der herkömmlichen stationären Spitalbehandlung verglichen werden kann.
«Die Gesundheitsdirektion fördert visionäre, zukunftsfähige Behandlungsformen wie das vorliegende Pilotprojekt», sagt Peter Indra, der Leiter des Amts für Gesundheit bei der Zürcher Gesundheitsdirektion. «Mit dieser finanziellen Investition möchten wir Erkenntnisse zu Qualität und Wirtschaftlichkeit des Hospital-at-Home-Ansatzes gewinnen.»
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