Südostbahn-Direktor Küchler wird Spital-Präsident in Schwyz

Das Spital Schwyz hat einen Nachfolger für den zurücktretenden Präsidenten Stefan Aschwanden gefunden. Zugleich konnte es mit Tamara Burth eine neue Vorständin Finanzen gewinnen.

, 11. Dezember 2024 um 09:00
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Thomas Küchler (63), derzeit noch Direktor der Südostbahn, wurde als Präsident der Krankenhausgesellschaft Schwyz nominiert.
Es ist kein fürstlich entschädigter Prestigeposten wie in vielen anderen Spitälern: das Präsidium der Krankenhausgesellschaft Schwyz. Trotzdem hat das Spital die Nachfolge für den bisherigen Präsidenten Stefan Aschwanden-Lichti bereits regeln können. Ende Februar 2025 hört Thomas Küchler als Direktor der Schweizerischen Südostbahn auf und wird sich zur Wahl stellen.
Der Unternehmensleiter und Ingenieur sitzt seit diesem Jahr für die Mitte-Partei auch im Schwyzer Gemeinderat. Er sagt zu seiner Nomination: «Die Marktbedingungen für ein privates Unternehmen in einem regulierten Markt sind anspruchsvoll. Meine Aufgabe sehe ich als Coach, der wichtige Impulse setzt.»

Tamara Burth vom Spital Limmattal

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Tamara Burth (54), Finanzverantwortliche im Spital Limmattal, wurde als Vorständin Finanzen der Krankenhausgesellschaft Schwyz nominiert. | zvg
Für die Position als Vorstand für Finanzen ist Tamara Burth nominiert. Die Leiterin Finanzen des Spitals Limmattal soll Nachfolgerin von Vize-Präsident Markus Oswald werden. Als Leiterin Finanzen des Spitals Limmattal und dank ihrer langjährigen Erfahrung mit ambulanten Versorgungsmodellen werde sie eine wertvolle Bereicherung für den Vorstand des Spital Schwyz darstellen, schreibt das Spital in seiner Mitteilung.
Dass das Spital Schwyz für zwei wenig lukrative Posten, die teilweise ehrenamtlich sind, die Nachfolge sicherstellen kann, ist nicht selbstverständlich.
Das Spital Schwyz ist nicht wie viele andere Spitäler in eine moderne Aktiengesellschaft umgewandelt worden, sondern wird von einem Verein getragen: der Krankenhausgesellschaft Schwyz. Diese hat über 1600 Mitglieder – und die Mitgliederzahl steigt seit Jahren. «Letzteres ist darin begründet, dass viele unserer Patientinnen und Patienten nach Verlassen des Spitals spontan Mitglied werden, was wir sehr schätzen, zumal dies ein Ausdruck der Zufriedenheit sein dürfte», sagt Präsident Stefan Aschwanden-Lichti gegenüber Medinside.

Mitgliedschaft beim Spital ist «Ehrensache»

Und er präzisiert: «Der Name Krankenhausgesellschaft Schwyz klingt nicht nur altmodisch, er ist auch alt. Er erinnert daran, dass vor bald 175 Jahren engagierte Bürgerinnen und Bürger das Spital gegründet haben.»
Alles, was in Schwyz Rang und Namen hatte, war Mitglied der Krankenhausgesellschaft. «Das ist heute noch Ehrensache. Das Volk gründete das Spital und das Volk trägt heute noch das Spital», erklärt Aschwanden.
Er räumt ein, dass die Frage der Rechtsform auch im Spital Schwyz alle paar Jahre wieder diskutiert werde. «Aber es gibt für uns zurzeit nichts Besseres und nichts Zweckmässigeres.»
Die Rechtsform eines Spitals sei nicht entscheidend dafür, ob ein Spital wettbewerbsfähig sei oder nicht. Das könne sich allerdings ändern, wenn die Trägerschaft die Investitionen nicht mehr tragen könne und finanzielle Beteiligungen benötige. «Unser Ziel ist aber immer noch die Selbständigkeit», sagt der Präsident.
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