Thomas Gasser | Uni Basel
Das Kantonsspital Baselland (KSBL) hat Ende April den Urologie-Chefarzt Thomas Gasser sowie zwei weitere Kaderärzte per sofort freigestellt,
wie auch Medinside berichtete. Die Hintergründe der sofortigen Trennung werden von den Beteiligten unterschiedlich ausgelegt. Ursprünglich sollte Gasser bis Ende Juli Chefarzt bleiben.
Gasser selbst widerspricht, dass er der Trennung zugestimmt habe. Ihm sei in einem fünfminütigen Gespräch mitgeteilt worden, dass er ab sofort freigestellt sei, erklärt er
gegenüber dem SRF Regionaljournal Basel.
Anders sieht dies KSBL-CEO Jürg Aebi: Man habe die frühzeitige Trennung mit Gasser gemeinsam abgesprochen. Der Grund: «Mitarbeitende waren enttäuscht, dass Gasser und sein Stellvertreter das Spital verlassen, das führte zu Unruhe.»
Konkurrenz für das KSBL
Chefarzt Thomas Gasser, der bis Ende Juli seine Funktion als Medizin-Dekan an der Uni Basel behält, führt künftig die Urologie-Praxis Kirschgarten in Basel,
die er im Frühling dem Kantonsspital abgekauft hat. Dass er sich zusammen mit seinem Stellvertreter Patrick Maurer selbständig macht, ist seit Februar bekannt.
Was allerdings bisher nicht bekannt war: Gasser und Maurer eröffnen am Bahnhof Liestal eine Urologie-Praxis. Die Praxis befinde sich in räumlicher Nachbarschaft des Kantonsspitals, schreibt SRF. Und mit dieser Praxis könnten die beiden Ärzte ihrem bisherigen Arbeitgeber Patienten abwerben.