Es gibt eine neue Lohnerhebung für die Medizinischen Praxisassistentinnen. Erarbeitet hat sie der
Berufsverband SVA, der in allen Sektionen eine Umfrage zu den aktuellen MPA-Löhnen durchführte. Dabei wurden gegen 1'000 Fragebogen erfasst.
Die Auswertung, jetzt erschienen, präsentiert eine Spannweite zwischen 48'300 Franken Jahreslohn (Sektion Aargau, 1. Dienstjahr) und 89'500 Franken Jahreslohn (Sektion Zürich-Glarus, 21-25 Dienstjahre).
Oder in Monatslöhnen: Als MPA in der Schweiz kann man zwischen gut 3'700 und knapp 6'900 Franken Monatslohn verdienen – wobei auffällt, dass diese Berufsgruppe bei den Ferien einen Tick besser gestellt ist als die meisten Arbeitnehmer. Fast die meisten erfassten Gruppen geben mehr als 5,5 Ferienwochen an.
Transparenz hergestellt
Positiv wirkt das Bild auf den ersten Blick auch, wenn man die vom SVA erfassten Gehälter ins Verhältnis setzt zu den Empfehlungen der jeweiligen kantonalen Ärztegesellschaften. In 80 bis 90 Prozent der Fälle liegen die realen Löhne über den Empfehlungen – teils sind die Abweichungen recht frappant. Das spiegelt den Markteffekt respektive den Personalmangel in diesem Bereich.
«Für MPA gut zu wissen, wie sie sich selbst einstufen können, für Ärztinnen und Ärzte wichtig, zu erfahren, zu welchen Bedingungen sie eine neue Mitarbeiterin einstellen können», schreibt der Verband zur Veröffentlichung: «Die vom SVA lange angesprochene fehlende Transparenz über die effektiv bezahlten Löhne ist damit hergestellt.»