An der Spitze des Hôpital Fribourgeois (HFR) gibt es eine personelle Veränderung: Die Freiburger Staatsrätin Anne-Claude Demierre (1961) wird ab Anfang 2019 vorübergehend das Spital als Verwaltungsratspräsidentin führen. Dies gab die Freiburger Kantonsregierung bekannt.
Sie übernimmt den Posten von Philippe Menoud, der Ende 2018 nach sieben Jahren aufhört. Die Beziehung zwischen Menoud und dem Staatsrat war seit längerem angespannt gewesen: Unter anderem verweigerte der VR-Präsident die Unterschrift für den Leistungsauftrag des Kantons.
Reformpaket beschlossen
André Schoenenweid wird der VR-Präsidentin ad interim als Vizepräsident zur Hand gehen, wie es weiter heisst. Die Lösung mit Demierre gilt laut der Mitteilung bis eine Nachfolge bestimmt ist – spätestens im Frühling 2019. Die Gesundheits- und Sozialdirektorin (SP) werde dem Wahlausschuss vorstehen; sie kandidiere selbstverständlich aber nicht.
Das HFR kämpft seit langem mit Negativschlagzeilen, Millionenverlusten und Abgängen im Kader. Das Kantonsparlament hat kürzlich ein Reformpaket für das kriselnde Spital beschlossen: Unter anderem soll der Verwaltungsrat verkleinert, professionalisiert und entpolitisiert werden.