Daler Spital: 17 Jahre ohne Defizit

Der Stiftungsrat des Freiburger Spitals erklärt dies vor allem mit dem Kostenmanagement – also einem «respektvollen Umgang mit den öffentlichen Geldern».

, 13. Mai 2024 um 13:20
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«Die DNA unserer Institution»: Hôpital Daler in Freiburg.
Die Stiftung Jules-Daler-Spital meldet, dass sie im letzten Jahr ein ausgeglichenes Ergebnis ausweisen konnte – zum 17. Mal in Folge. Man habe zwar dieselben Einschränkungen gespürt wie alle anderen Spitäler, also Inflation und Lohndruck auf der einen Seite respektive unveränderte Tarife auf der anderen Seite.
«Dass das Daler Spital vor diesem Hintergrund das Geschäftsjahr ohne Verlust abschliessen konnte, zeugt von den grossen Anstrengungen, die im Bereich des Kostenmanagements unternommen wurden», so die Mitteilung des Stiftungsrates.
Die Situation erkläre sich «durch die DNA unserer Institution, insbesondere den respektvollen Umgang mit den öffentlichen Geldern», sagt Stiftungsratspräsident Paul-Albert Nobs.
Er untermauert dies mit einer Zahl: Von 2012 bis 2023 habe das Daler-Spital mehr als 20 Millionen Franken für Staat und Versicherer einsparen können; zu dieser Summe gelangt man, wenn man einerseits die Benchmark nimmt – und damit die von den Krankenversicherern für diesen Zeitraum festgelegte Referenz-Baserate – und andererseits die effektive Baserate des Daler Spitals.
Im stationären Bereich stieg die Zahl der Fälle im Daler Spital um 2,9 Prozent auf 5062 Fälle (ohne Neugeborene). In der Geburtshilfe sank die Zahl leicht auf 1’483 Geburten. Und in der Tagesklinik blieb die Lage praktisch unverändert: Es wurden 1803 teilstationäre Fälle behandelt, 1,0 Prozent mehr als im Vorjahr.
Das Daler Spital ist eine gemeinnützige Stiftung, deren Privatspital den Patientinnen und Patienten aller Versicherungsklassen offensteht. Haupttätigkeitsfelder sind die Allgemeine Chirurgie, die Viszeralchirurgie, die Urologie, die Gynäkologie und die Geburtshilfe. Es hat rund 100 akkreditierte Ärztinnen und Ärzte.

Moncucco Hospital Group: Kleiner Gewinn

Im Tessin meldet die Moncucco Hospital Group einen deutlichen Anstieg der Patientenzahlen. Die Zahl der stationären Fälle der Privatklinik-Gruppe mit der Clinica Moncucco in Lugano sowie der Clinca Santa Chiara in Locarno stieg um rund 7 Prozent auf über 10’000 Patienten. Bei den ambulanten Fällen betrug der Zuwachs 16 Prozent. Der Umsatz erreichte 160,5 Millionen Franken.
Daraus resultierte ein Ebitda von 5,4 Millionen Franken (was eine Ebitda-Marge von 3,4 Prozent ergibt). Dank ausserordentlicher Erträge ergab sich am Ende ein kleiner Gewinn von 120’000 Franken.
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