Zukunft des Spital Laufen weiter auf der Kippe

Der benötigte Kredit ist noch nicht gesprochen worden.

, 7. August 2018 um 21:00
image
Noch immer ist die Umwandlung des Spitals Laufen in ein Gesundheitszentrum eine Option. Der Kredit, der für den Erhalt der aktuellen Leistungen benötigt wird, ist noch immer in der Volkswirtschafts- und Gesundheitskommission des Baselbieter Landrats hängig. Dies berichtet die «Basler Zeitung» in der Ausgabe vom Mittwoch. Die Regierung hat für die Jahre 2020 bis 2022 4,5 Millionen Franken für zusätzliche gemeinwirtschaftliche Leistungen beantragt. Damit sollen der 24-Stunden-Notfall sowie die stationäre Innere Medizin weiterbetrieben werden.
Das Spital Laufen, das heute zum Kantonsspital Baselland (KSBL) gehört, besitzt ein sehr kleines Einzugsgebiet, dass nur rund 20'000 Menschen umfasst. Im Zuge der anstehenden Fusion des KSBL mit dem Basler Universitätsspitals sollte das Spital in Laufen in ein Gesundheitszentrum umgewandelt werden. Doch aus der Region kam starker Widerstand. Die betroffenen Gemeinden verwiesen dabei auch auf den Laufentalvertrag. Dieser regelte 1989 den Kantonsübertritt des zuvor bernischen Laufentals, der 1994 erfolgte.  Im Vertrag stand folgendes: «Das Spital Laufen (Feningerspital) mit Aktiven und Passiven, eingeschlossen die geschützte Operationsstelle; zweckgebundene Vermögen bleiben erhalten.» Im März entschied der Regierungsrat auch deshalb, das Spital in Laufen aus regionalpolitischen Gründen zu erhalten.
Gemäss der Baz ist der Weiterbetrieb als Akutspital aber selbst bei einer Zustimmung des Parlaments noch nicht endgültig gesichert. Möglich sei, dass das Volk in einer Referendumsabstimmung den definitiven Entscheid an der Urne fälle.
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Spital Samedan prüft Zusammenschluss mit Kantonsspital Graubünden

Die Stiftung Gesundheitsversorgung Oberengadin untersucht zwei strategische Wege in eine nachhaltige Zukunft.

image

Kantonsspital Aarau: Mehr Betten im Neubau

Wegen einer «unverändert hohen Patientennachfrage» plant das KSA nun doch mehr Betten.

image

Hirslanden: Umbau an der Spitze – näher zu den Regionen

Hirslanden-Zürich-Direktor Marco Gugolz zieht als Regional Operations Executive in die Konzernleitung ein.

image

Was geschieht mit dem Spital Thusis?

Die Stiftung Gesundheit Mittelbünden sucht Wege aus der finanziellen Krise – beraten von PwC. Ein Entscheid soll im Herbst fallen.

image

CSEB: «Herausfordernd, aber zufriedenstellend»

Trotz roten Zahlen und leicht rückläufigen Patientenzahlen gibt sich das Center da sandà Engiadina Bassa optimistisch.

image

Spital STS: Hohe Patientenzahlen bewahren nicht vor Verlust

Sowohl stationär als auch ambulant gab es bei der Spitalgruppe Simmental-Thun-Saanenland 2023 einen Zuwachs.

Vom gleichen Autor

image

Covid-19 ist auch für das DRG-System eine Herausforderung

Die Fallpauschalen wurden für die Vergütung von Covid-19-Behandlungen adaptiert. Dieses Fazit zieht der Direktor eines Unispitals.

image

Ein Vogel verzögert Unispital-Neubau

Ein vom Aussterben bedrohter Wanderfalke nistet im künftigen Zürcher Kispi. Auch sonst sieht sich das Spital als Bauherrin mit speziellen Herausforderungen konfrontiert.

image

Preisdeckel für lukrative Spitalbehandlungen?

Das DRG-Modell setzt Fehlanreize, die zu Mengenausweitungen führen. Der Bund will deshalb eine gedeckelte Grundpauschale - für den Direktor des Unispitals Basel ist das der völlig falsche Weg.