Zürich: Mehr Autonomie für KSW und IPW

Die beiden Spitäler sollen ihre Immobilien selbstständig planen können. Das Personal bleibt aber öffentlich-rechtlich angestellt.

, 28. September 2017 um 08:33
image
Der Kanton Zürich hat vier Spitäler: Universitätsspital Zürich (USZ), Psychiatrische Universitätsklinik (PUK), Kantonsspital Winterthur (KSW), Integrierte Psychiatrie Winterthur-Zürcher Unterland (IPW). Der Regierungsrat will nun für alle vier die gleichen Voraussetzungen schaffen. Zuvor hatten sich die Stimmberechtigten gegen die von der Regierung geplante Umwandlung des Kantonsspitals Winterthur und der IPW in Aktiengesellschaften ausgesprochen.
Mitte September dann bewilligte es der Kantonsrat, die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich PUK als öffentlich-rechtliche Anstalt mit Übertragung der Liegenschaften im Baurecht zu verselbstständigen. Und auch die Unispitalimmobilien wurden dem USZ übertragen.


Daran knüpft der Regierungsrat nun beim KSW und bei der ipw an: Das bereits als öffentlich-rechtliche Anstalt verselbstständigte KSW soll – gleich wie das USZ – seine Immobilien selbstständig planen und bauen können. Und auch die IPW soll von einer Verwaltungseinheit in eine selbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt umgewandelt werden.
Damit sollen die beiden kantonseigenen Spitäler einen grösseren Spielraum erhalten. KSW und IPW werden – wie USZ und PUK – innerhalb der Rechtsform der selbstständigen Anstalt künftig eine weitgehende Selbstverantwortung über die Betriebsführung erhalten. Mit der Übertragung der Spitalimmobilien im Baurecht können die Spitäler über bauliche Investitionsvorhaben, die sie selbst bezahlen müssen, auch selbst entscheiden.
Das Personal wird weiterhin öffentlich-rechtlich gemäss kantonalem Personalrecht angestellt sein.
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image
Gastbeitrag von Ronald Alder

Kürzere Arbeitszeiten sind auch nicht die Lösung

Die Politik sieht das Gesundheitswesen unterm Kostenröhrenblick, die Gewerkschaften haben den Arbeitszeitenröhrenblick. Und so werden die wahren Probleme übersehen.

image

Hochspezialisierte Medizin: Warnschuss aus dem Thurgau

Die Kantonsregierung prüft den Austritt aus der Interkantonalen HSM-Vereinbarung. Und sie vermeldet den Unmut weiterer Kantone.

image

Klinik Hirslanden: Philippe Diserens neu im Management

Der Gesundheitsökonom übernimmt die Leitung des Performance Management.

image

Behandlungsrekord am Kantonsspital Baden

Mehr stationäre Patienten, eine Zunahme der ambulanten Konsultationen, weniger Notfälle – und mehr Benefits für die Angestellten.

image

KSGL: «Wir wollen üsärs Spital retten!»

Die Personalkommission des KSGL stellt sich hinter ihr Spital und kritisiert das Vorgehen des SBK.

image

Gewalt im Spital: Es betrifft nicht nur den Notfall

Und die Lage ist am Wochenende keineswegs besonders kritisch. Eine grosse Datenauswertung in den USA setzt neue Akzente.

Vom gleichen Autor

image

Kantone haben die Hausaufgaben gemacht - aber es fehlt an der Finanzierung

Palliative Care löst nicht alle Probleme im Gesundheitswesen: … Palliative Care kann jedoch ein Hebel sein.

image

Brust-Zentrum Zürich geht an belgische Investment-Holding

Kennen Sie Affidea? Der Healthcare-Konzern expandiert rasant. Jetzt auch in der Deutschschweiz. Mit 320 Zentren in 15 Ländern beschäftigt er über 7000 Ärzte.

image

Wer will bei den Helios-Kliniken einsteigen?

Der deutsche Healthcare-Konzern Fresenius sucht offenbar Interessenten für den Privatspital-Riesen Helios.