Unispital Basel: Von der Deutschen Krebsgesellschaft als Onkologisches Zentrum zertifiziert

Das Tumorzentrum des USB ist das erste zertifizierte Onkologische Zentrum im Raum Basel. Zuvor hatten vier Schweizer Spitäler das internationale Qualitätssiegel erhalten.

, 8. September 2016, 08:59
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Das Tumorzentrum des Universitätsspitals Basel ist von der Deutschen Krebsgesellschaft als Onkologisches Zentrum zertifiziert worden. Damit verfügt das USB über ein weiteres von einer unabhängigen Fachstelle geprüftes Behandlungszentrum.
Der Auditbericht der Krebsgesellschaft bescheinigt dem Tumorzentrum des USB unter anderem eine hohe fachliche Expertise in der interdisziplinären onkologischen Behandlung, teilt das Spital mit. Auch sei eine intensive Zusammenarbeit zwischen den Kliniken und Kooperationspartnern sowie ein grosses Engagement der Mitarbeitenden festgestellt worden. 
Ein Faktor war ferner, dass wöchentlich mehrere Tumorkonferenzen stattfinden, in denen Experten verschiedener Disziplinen für alle Patienten mögliche Therapieoptionen besprechen und gemeinsam die weiteren Behandlungsschritte festlegen.

Zürich, Luzern, Baden, Aarau, Basel

Das Tumorzentrum des USB ist das erste zertifizierte Onkologische Zentrum in der Region Basel und nach Zürich, Luzern, Baden und Aarau das fünfte in der Schweiz.
Im Zertifizierungsprozess wurden unter anderem die Organisation der interdisziplinären Zusammenarbeit, die Dokumentation der Behandlungsergebnisse sowie die Abläufe in den onkologischen Ambulatorien und Spitalabteilungen überprüft. Ein Aspekt ist zudem, dass die Patienten die Möglichkeit haben, an klinischen Studien teilzunehmen.

«Neutrales Qualitätskriterium»

«Die Zertifizierung ist für uns äusserst wichtig», sagt der Leiter des USB-Tumorzentrums, Christoph Rochlitz: «Patientinnen und Patienten vergleichen die Angebote der Spitäler immer gezielter. Für sie ist eine Zertifizierung eine wichtige Entscheidungsgrundlage und ein neutrales Qualitätskriterium.» 
Das Tumorzentrum des USB setzt sich zusammen aus 11 Organtumorzentren, nämlich den Zentren für die Behandlung von Tumoren in Bauch, Brust, Haut, Hirn und Lunge, ferner das Gynäkologische und das Urologische Tumorzentrum, ausserdem die Zentren für Hämato-Onkologie, Knochen- und Weichteiltumore, Kopf-, Hals-, und Augentumore sowie Neuroendokrine und Endokrine Tumore. 
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