Triemli: Erneut Job-Sharing an der Klinikspitze

Natalie Gabriel wird Co-Chefärztin der Frauenklinik am Zürcher Stadtspital – gemeinsam mit Stephanie von Orelli.

, 19. Januar 2017 um 10:00
image
  • zürich
  • gynäkologie
  • stadtspital zürich
  • personelles
  • spital
«Etabliertes Führungsmodell wird wieder aufgenommen»: So lautet der Untertitel im Communiqué zur Wahl von Natalie Gabriel. Sie übernimmt im Februar das Amt einer Co-Chefärztin der Frauenklinik am Stadtspital Triemli Zürich. 
Dort ist Natalie Gabriel bereits heute Leitende Ärztin. An der Spitze der Klinik wird sie mit Stephanie von Orelli zusammenarbeiten, die das Amt einer Co-Chefärztin 2008 übernommen hatte. Damals arbeitete sie gemeinsam mit Chefärztin Brida von Castelberg, die nach 15 Jahren an der Spitze der Triemli-Maternité einen Teil ihrer Aufgaben abgab. 

«Beweisen, dass es sich realisieren lässt»

Bereits damals propagierte die Stadt Zürich – als Hausherrin des Triemli –, dass man es auch grundsätzlich ernst meint mit dem Jobsharing-Modell auf Chefarztebene. Und so hiess es in der Mitteilung: «Die beiden Chefärztinnen sind überzeugt, dass durch die zunehmende Feminisierung des Arztberufes solche Arbeitsmodelle insbesondere in der Medizin künftig stärker nachgefragt werden. Ihr Ziel ist es zu beweisen, dass sich Jobsharing auch auf Führungsebene realisieren lässt.»
Seit Brida von Castelbergs Frühpensionierung im Jahr 2012 hatte Stephanie von Orelli die Chefärztinnen-Position alleine inne. Aber sowohl die Stadt wie die Beteiligten waren zum Schluss gekommen, dass sich das Top-Sharing-Modell bewährt hatte. 

Gut für die Attraktivität

«Mit innovativen Arbeitsmodellen auch für die oberste Führungsebene schaffen wir neue, flexible Möglichkeiten für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, können qualifizierte Fachkräfte halten und unsere Attraktivität als Arbeitgeberin stärken», kommentiert Claudia Nielsen, die zuständige Zürcher Stadträtin, jetzt die Zuwahl von Natalie Gabriel. 
Die neue Co-Chefärztin arbeitet seit 2014 am Stadtspital Triemli, wobei sie seit 2015 als Koordinatorin des gynäkologischen Krebszentrums tätig ist. In dieser Funktion war sie daran beteiligt, dass das Brust- und gynäkologische Krebszentrum des Stadtspitals Triemli 2016 durch das Zertifizierungsinstitut «OnkoZert» ausgezeichnet wurde.
Natalie Gabriel studierte und promovierte in Basel. Sie verfügt über einen Facharzttitel Gynäkologie und Geburtshilfe FMH inklusive Schwerpunkttitel operative Gynäkologie FMH; ferner hat sie ein Diplom Senologie SGGG sowie einen MBA-Abschluss. 
In ihrer klinischen Karriere war sie unter anderem am Spital Zimmerberg Horgen, am Ospedale Regionale Bellinzona e Valli sowie am USZ tätig.
Artikel teilen

Loading

Comment

Mehr zum Thema

image

Spital Menziken bietet Sprechstunden bei LUKS-Gynäkologin

Eine Gynäkologin aus dem luzernischen Sursee betreut Patientinnen im aargauischen Menziken. Die neue Spital-Direktorin in Menziken, Sandra Lambroia Groux, strebt noch mehr Zusammenarbeit an.

image

CEO-Wechsel in der Hochgebirgsklinik Davos

Evelyne Wirz Eberle wird 2026 nach mehr als fünf Jahren an der Spitze der Hochgebirgsklinik Davos in den Ruhestand treten.

image

KSBL: Neue Leitung der Pneumologie

Nach gut drei Jahren gibt Stefan Gasser die Leitung der Pneumologie am Kantonsspital Baselland ab. Sein Nachfolger heisst Andrei Darie.

image

Neue Geschäftsleitung im Pflegezentrum Lindenfeld Suhr

Mit dem Umbau reagiert das Aargauer Zentrum auf digitale Neuerungen, komplexere Krankheitsbilder und Fachkräftemangel.

image

Kispi sucht neue Leitung für die Kinderherzchirurgie

Das Kinderspital Zürich steht vor einem Führungswechsel in der Herzchirurgie: Robert Cesnjevar geht nach vier Jahren zurück nach Erlangen, ein Nachfolger wird gesucht.

image

Spitalzentrum Biel: Kristian Schneider wechselt zum BAG

Kristian Schneider wird nächstes Jahr der Stellvertreter von BAG-Direktorin Anne Lévy. Er ersetzt Thomas Christen.

Vom gleichen Autor

image

Spital heilt, Oper glänzt – und beide kosten

Wir vergleichen das Kispi Zürich mit dem Opernhaus Zürich. Geht das? Durchaus. Denn beide haben dieselbe Aufgabe: zu funktionieren, wo Wirtschaftlichkeit an Grenzen stösst.

image

Überarztung: Wer rückfordern will, braucht Beweise

Das Bundesgericht greift in die WZW-Ermittlungsverfahren ein: Ein Grundsatzurteil dürfte die gängigen Prozesse umkrempeln.

image

Kantone haben die Hausaufgaben gemacht - aber es fehlt an der Finanzierung

Palliative Care löst nicht alle Probleme im Gesundheitswesen: … Palliative Care kann jedoch ein Hebel sein.