Schaffhausen: 420'000 Franken für Ärzteausbildung

Ein Kanton mehr spricht sich für die neue interkantonale Finanzierung der Ärzteausbildung aus.

, 13. August 2015, 08:00
image
  • ärzte
  • ausbildung
  • schaffhausen
Der Kanton Schaffhausen soll der Interkantonalen Vereinbarung über die Finanzierung der ärztlichen Weiterbildung beitreten: Wie die «Schaffhauser Nachrichten» (Paywall) melden, beantragt dies die Regierung beim Kantonsrat. 
Es geht darum, dass die Kantone einerseits die ärztliche Weiterbildung im eigenen Kanton mit mindestens 15'000 Franken pro Stelle und Jahr unterstützen – und dass gewisse Kantone andererseits Ausgleichszahlungen leisten für die in anderswo erbrachten Ausbildungsleistungen.
In Schaffhausen hat der Regierungsrat nun errechnet, dass er angesichts der Bevölkerungsgrösse rund 84 ärztliche Weiterbildungsstellen finanzieren müsste. Rund zwei Drittel davon werden durch die Assistenzarztstellen in den Spitälern Schaffhausen abgedeckt.
Für das verbleibende Drittel hat Schaffhausen nun Ausgleichszahlungen von rund 420 000 Franken pro Jahr zu leisten.
Die interkantonale Vereinbarung tritt in Kraft, wenn ihr mindestens 18 Kantone beitreten. 
Zwanzig Kantone müssten am Ende wohl Ausgleichszahlungen leisten, während Bern, Basel-Stadt, Genf, St. Gallen, das Waadtland und der Kanton Zürich Gelder aus dem Topf erhielten.
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

So entscheiden Hausärzte einfacher über Antibiotika

Jedes zweite Antibiotika-Rezept wäre unnötig. Die Behörden versuchen deshalb, übereifrige Hausärzte mit Merkblättern zu bremsen.

image

Kinderarzt kritisiert: Zu viel Alarm nur wegen Schnupfen

Immer mehr Eltern überfüllen Notfälle und Praxen – nur weil ihr Kind Schnupfen hat. Ein Kinderarzt fordert mehr Geduld.

image

Deutsche Hausärzte haben zu viel Cannabis verordnet

In Deutschland wollen die Krankenkassen den boomenden Cannabis-Verschreibungen einen Riegel schieben. Hausärzte sollen gebremst werden.

image

Komplementärmediziner blitzen mit Beschwerde gegen «NZZ» ab

Homöopathen müssen sich gefallen lassen, dass sie als mitverantwortlich für die Impfskepsis gelten. Die «NZZ» durfte das schreiben.

image

Was Ärztinnen und Ärzte in der Praxis wirklich frustriert

Der grösste Frustfaktor in der Arztpraxis ist Bürokratie. Aber nicht nur, wie eine grosse Umfrage mit 23'000 Ärztinnen und Ärzten aus dem Nachbarland jetzt zeigt.

image

Reka will Mitarbeitende zu Pflegehelfern ausbilden

Im Rahmen einer neuen Zusammenarbeit plant die Ferienanbieterin, Mitarbeitende mit Kursen zu Pflegehelfern zu befähigen.

Vom gleichen Autor

image

Brust-Zentrum Zürich geht an belgische Investment-Holding

Kennen Sie Affidea? Der Healthcare-Konzern expandiert rasant. Jetzt auch in der Deutschschweiz. Mit 320 Zentren in 15 Ländern beschäftigt er über 7000 Ärzte.

image

Wer will bei den Helios-Kliniken einsteigen?

Der deutsche Healthcare-Konzern Fresenius sucht offenbar Interessenten für den Privatspital-Riesen Helios.

image

Deutschland: Investment-Firmen schlucken hunderte Arztpraxen

Medizin wird zur Spielwiese für internationale Fonds-Gesellschaften. Ärzte fürchten, dass sie zu Zulieferern degradiert werden.